Kurzarbeit stark gestiegen

Knapp 50.000 Kurzarbeiter im HSK. Besonders betroffen ist die Gastronomie.


Die Kurzarbeit bei uns im HSK ist im April wegen der Corona-Pandemie extrem stark angestiegen. Seit Anfang März bis zum 26.April 20 sind bei der Arbeitsagentur insgesamt etrwa 2800 Anzeigen für Kurzarbeitergeld für knapp 50.000 Arbeitnehmer eingegangen. Betroffen sind nahezu alle Branchen, allerdings unterschiedlich stark. Besonders betroffen ist die Gastronomie, in der aktuell fast komplett kurzgearbeitet wird. Im Vergleich dazu hat im Handel nur ein Drittel der Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt arbeiten damit rund 45 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen im HSK aktuell kurz, teilte die Arbeitsagentur mit.

Arbeitslosigkeit gestiegen

Trotz Kurzarbeit und Kündigungsfristen ist schon im April die Zahl der Arbeitslosen bei uns im HSK gestiegen. Insgesamt waren rund 6800 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind über 660 mehr als noch im März und deutlich mehr als im Vorjahr. Etwa ein Drittel aller Arbeitslosen ist schon ein Jahr und länger ohne Job. Die Arbeitslosenquote ist auf 4,6 Prozent gestiegen.


Kaum noch freie Stellen

Die übliche Frühjahrsbelebung ist in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgeblieben. Firmen stellen kaum noch neue Mitarbeiter ein. Nur wenige Branchen melden derzeit überhaupt freie Stellen, sagte Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Meschede-Soest zur aktuellen Entwicklung. Im Bestand sind aktuell insgesamt knapp 2500 offenen Stellen und damit deutlich weniger als noch im März. "Wir spüren Stellenrückgänge insbesondere im Gastgewerbe und im verarbeitenden Gewerbe", so Agenturchef Schmale.

Unsicherheit auf dem Ausbildungsmarkt

Auch der Ausbildungsmarkt bekommt die Auswirkungen der Pandemie zu spüren. Viele Unternehmen warten jetzt aufgrund der Unsicherheit mit der Entscheidung, ob sie in diesem Jahr wieder ausbilden wollen, so die Arbeitsagentur.

Aktuell suchen 670 Jugendliche noch eine Lehrstelle. Demgegenüber sind bei der Arbeitsagentur aber noch über 1000 freie Ausbildungsstellen gemeldet.

Die Arbeitsagentur geht davon aus, dass viele Unternehmen auch in Zukunft gut ausgebildeten Nachwuchs brauchen. Das bleibe auch nach Covid-19 so. Die Experten machen diese Einschätzung an der hohen Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen fest. Deshalb ermutigen sie sowohl Firmen als auch Jugendliche, an einer Ausbildung festzuhalten.

Ausbildungshotline bei der Handwerkskammer

Die Bildungslotsen der Handwerkskammer stehen telefonisch und per E-Mail für Gespräche bereit.

Die Hotline 02931 877 – 43 2 ist von montags bis freitags von 10 und 14 Uhr geschaltet.

Per E-Mail sind die Bildungslotsen erreichbar unter: Bildungslotsen@hwk-swf.de

Im Handwerk gibt es rund 130 verschiedene Handwerksberufe. Nach wie vor bieten zahlreiche Betriebe freie Lehrstellen an und suchen Auszubildende für das neue Lehrjahr 2020.

Aktuelle Lehrstellen gibt es in der Lehrstellensuche auf www.hwk-swf.de

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