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Kritik an KiBiz-Reform: Demo in Bestwig

In Bestwig protestieren Eltern und Erzieherinnen am Donnerstag gegen die geplante KiBiz-Reform. Geplant sind eine Demo und die Übergabe von Unterschriften.

Veröffentlicht: Donnerstag, 07.05.2026 03:00

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In Bestwig formiert sich Protest gegen die geplante Reform des NRW-Kinderbildungsgesetzes, kurz KiBiz. Der Elternrat der Kita Ramsbeck und die gemeindlichen Kindergärten der Gemeinde Bestwig rufen für Donnerstag, den 7. Mai 2026, zu einer Demonstration auf. Beginn ist um 14:30 Uhr am Rathausplatz in Bestwig.

Im Anschluss an die Kundgebung ist ein Treffen mit dem Bürgermeister geplant. Dabei sollen auch mehrere Unterschriftenlisten übergeben werden.

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Protest im Sauerland nimmt zu

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Die geplante KiBiz-Reform sorgt in mehreren Orten im Sauerland für Kritik. Bereits Anfang April hatte es in Neheim eine Demonstration gegen die Pläne gegeben. In Olsberg sammelten Eltern und Erzieherinnen zuletzt ebenfalls Unterschriften, die an Bürgermeister Malte Dahlhoff übergeben wurden.

Auch auf Landesebene ist das Thema angekommen. Der Sauerländer Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff hatte sich bei einem Besuch im Kindergarten St. Laurentius in Elleringhausen ein Bild von der Situation vor Ort gemacht.

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Diese Kritik gibt es an der KiBiz-Reform

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Ein zentraler Kritikpunkt ist die geplante Aufteilung der Öffnungszeiten in sogenannte Kernzeiten und Randzeiten. Aus Sicht der Kritiker könnte das dazu führen, dass Kinder häufiger wechselnde Bezugspersonen erleben. Gerade für jüngere Kinder sei Verlässlichkeit im Alltag aber besonders wichtig.

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Weniger Zeit für Austausch befürchtet

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Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Kommunikation zwischen Kita und Elternhaus. Nach Einschätzung der Träger könnte es durch neue Zeitregelungen künftig weniger Raum für Gespräche beim Bringen und Abholen der Kinder geben.

Gerade diese kurzen Abstimmungen im Alltag seien aber wichtig, um Informationen weiterzugeben und die Entwicklung der Kinder gemeinsam zu begleiten.

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Sorge um kleine Kitas in Dörfern und Stadtteilen

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Kritisch gesehen wird außerdem die Finanzierung. Nach Ansicht der Träger reicht die vorgesehene finanzielle Ausstattung nicht aus. Besonders kleinere Einrichtungen mit nur ein oder zwei Gruppen könnten dadurch unter Druck geraten.

Befürchtet wird, dass der Erhalt von Kitas in Dörfern und einzelnen Stadtteilen schwieriger werden könnte, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verbessert werden.

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Auch steigende Kosten bleiben ein Thema

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Hinzu kommen aus Sicht der Einrichtungen deutlich gestiegene Ausgaben in vielen Bereichen. Genannt werden unter anderem Kosten für Energie, Reparaturen, den Gebäudeerhalt und die Ausstattung. Diese Belastungen seien durch die bisherigen Zuschüsse des Landes schon bislang nicht ausreichend abgedeckt gewesen.

Außerdem kritisieren die Träger, dass der Gesetzentwurf die pädagogische Qualität der Arbeit in den Kitas zu wenig berücksichtige.

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