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Kreissportbund HSK bietet keine Reha-Kurse mehr an
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Kreissportbund HSK bietet keine Reha-Kurse mehr an

Weil die Krankenkassen zu wenig zahlen, bietet der Kreisportbund HSK ab August keine kostenlosen Reha-Kurse mehr an

Veröffentlicht: Donnerstag, 05.02.2026 06:27

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Reha-Kurse im Sauerland sind für Menschen, die zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, einer Rücken-OP oder einer Krebserkrankung wieder auf die Beine kommen wollen. In den Gruppen wird Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer trainiert. Die Teilnehmenden werden wieder fit gemacht - auch um wieder ins Arbeitsleben einzusteigen.

Der Kreissportbund Hochsauerlandkreis(KSB) hat solchen Reha-Kurse bisher kostenlos angeboten. Das ist jetzt vorbei. Ab August 2026 stellt der KSB seine Reha-Sportgruppen ein und bietet stattdessen kostenpflichtige Gesundheitssportkurse an. Betroffen sind 17 Gruppen mit rund 300 Teilnehmenden. Die bisherigen Partner in Meschede, Schmallenberg und Winterberg führen ihre Reha-Sportangebote aber eigenständig weiter, so der KSB.

Wer bisher einen Reha-Kurs beim KSB besucht hat, erhalte ein faires Angebot für den Wechsel, mit zeitlich begrenztem Preisvorteil.

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Darum zieht sich der Kreissportbund aus dem Reha-Sport zurück

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Neben den vielen organisatorischen Anforderungen bei der Kursplanung, den strikten Rahmenbedingungen bei der Durchführung (u.a. Raumgröße, maximale Teilnehmerzahl, Trainerqualifikation) ist insbesondere die nicht ausreichende Refinanzierung durch die Krankenkassen der Hauptgrund für den Rückzug des KSB. Von den durchschnittlich etwa 8,-€ pro Teilnehmer müssen Trainerhonorar, Fahrtkosten, Raummiete, Sportgeräte, Tablet, Verwaltungssoftware sowie das hauptamtliche Personal beim KSB (Kursplanung, Abrechnung mit Kassen etc.) bezahlt werden. Eine geringe Co-Finanzierung der Teilnehmenden ist ausdrücklich untersagt. Jeder wird nachvollziehen können, dass diese Kosten in den letzten Jahren massiv gestiegen sind, ohne dass es zu einer adäquaten Anpassung der Zahlungen der Krankenkassen gekommen wäre. Dies hat nun im zweiten Jahr in Folge zu einem defizitären Ergebnis geführt, trotz diverser Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. 

Der KSB sieht sich als Dachverband der Sportvereine im HSK und müsse wirtschaftlich handeln. "Das sind wir den Vereinen schuldig", heißt es in einer Mitteilung.

Der KSB unterstützt Vereine im Hochsauerlandkreis weiterhin beim Aufbau neuer Reha-Sportangebote.

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