
Krebs im HSK: Zahlen und Fakten zum Weltkrebstag 2026
Im Jahr 2024 starben im Hochsauerlandkreis 740 Menschen an Krebs – 396 Männer und 344 Frauen. Mit 707 an Krebs verstorbenen Menschen in 2023 ist die Zahl der krebsbedingten Todesfälle leicht gestiegen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.02.2026 05:12
Krebs bleibt auch im Hochsauerlandkreis eine der häufigsten Todesursachen. Die Zahlen bei uns liegen in etwa im Landesdurchschnitt. Die krebsbedingte Sterberate in NRW lag 2024 bei 284 Todesfällen je 100.000 Einwohner. Im HSK starben rechnerisch in etwa 284 Menschen pro 100.000 Einwohner an Krebs. Die niedrigste Rate verzeichnete Bonn (218), die höchste Herne (345). Besonders betroffen im HSK sind ältere Menschen und Männer. Die häufigsten Krebsarten sind Verdauungs- und Atmungsorgane, bei Frauen zudem Brustkrebs.
In ganz Nordrhein-Westfalen erlagen 2024 insgesamt 51.183 Menschen einer Krebserkrankung, davon 27.059 Männer und 24.124 Frauen. Krebs war damit für 23,2 Prozent aller Todesfälle im Land verantwortlich. Der Anteil ist gegenüber 2023 um 0,6 Prozentpunkte gestiegen, liegt aber im Zehnjahresvergleich deutlich niedriger als 2014 (damals 26,7 Prozent). Das durchschnittliche Sterbealter der an Krebs Verstorbenen lag 2024 bei 75,3 Jahren – und damit rund vier Jahre unter dem Durchschnitt aller Verstorbenen (79,4 Jahre).
Welche Krebsarten sind besonders gefährlich?
Am häufigsten führen Krebserkrankungen der Verdauungsorgane zum Tod: Bei Männern machen sie 30 Prozent, bei Frauen 27,2 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle aus. An zweiter Stelle stehen bösartige Tumoren der Atmungsorgane (Männer: 25,2 Prozent, Frauen: 20,7 Prozent). Bei Männern folgt auf Platz drei Krebs der Genitalorgane (12 Prozent), bei Frauen Brustkrebs (16,5 Prozent).
Vorsorge bei uns selten genutzt
Im Hochsauerlandkreis nehmen Frauen und Männer die Chance auf eine frühzeitige Krebsdiagnose weiterhin zu wenig wahr. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Im Jahr 2024 ließen sich nur 23 Prozent der Männer über 45 und 37,7 Prozent der Frauen ab 20 Jahren vorsorglich untersuchen. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Untersuchungen vollständig. Trotzdem bleibt die Teilnahme auf niedrigem Niveau. „Es ist einfach zu wenig, wenn nur jeder vierte Mann und jede dritte Frau zur Vorsorge geht“, sagt Dirk Schneider, Serviceregionsleiter der AOK NordWest. Er appelliert, vereinbarte Termine einzuhalten und ausgefallene Untersuchungen rasch nachzuholen.
Damit niemand den Überblick verliert, bietet die AOK NordWest den digitalen „Vorsorg-O-Mat“ an. Das Online-Tool informiert über Ablauf und Nutzen der Früherkennungsuntersuchungen, zeigt an, wann die nächsten Termine anstehen und hilft bei der Suche nach passenden Fachärzten. Außerdem erstellt es einen individuellen Vorsorgeplan.
Krebsvorsorge für Frauen
- Ab 20 Jahren: Jährliche gynäkologische Untersuchung, inklusive Abstrich vom Muttermund und Gebärmutterhals.
- Ab 30 Jahren: Zusätzlich Abtasten der Brust und Achselhöhlen.
- Ab 35 Jahren: Der Abstrich erfolgt alle drei Jahre, ergänzt durch einen Test auf humane Papillomviren (HPV).
Krebsvorsorge für Männer
- Ab 45 Jahren: Jährliche Untersuchung der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane und Abtasten der regionären Lymphknoten.