Klinikum Hochsauerland baut Onkologie aus

Das Klinikum Hochsauerland will aufgrund der steigenden Zahlen von Krebspatienten die Onkologie ausbauen.

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Das Klinikum Hochsauerland baut seine Onkologie aus. Damit will das Klinikum den Anforderungen durch die steigende Zahl von Krebspatienten gerecht werden. Statistisch seien rund 4600 Krebskranke im Hochsauerlandkreis pro Jahr zu erwarten, davon ca. 1500 Neuerkrankte. Derzeit würden die Versorgungskapazitäten aber nur für rund 60 Prozent ausreichen. Deshalb soll das St. Walburga Krankenhaus in Meschede ausgebaut werden. Ziel sei ein Ausbau der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin und Stammzellentransplantation. Damit wäre eine heimatnahe Versorgung gesichert, heißt es vom Klinikum Hochsauerland.

Mit einem neuen ärztlichen Leitungsteam soll ein "Onkologisches Zentrum Hochsauerland" entstehen. Neu dazukommen sollen eine Hämatologie und eine Palliativmedizin. Außerdem sollen die Kapazitäten ausgebaut werden. Demnach gebe es dann in Meschede 4 Betten mehr und ebenfalls zusätzliche Betten in Arnsberg. Auch eine Ambulanz für Diagnose und Therapie von Blut-Gerinnungsstörungen soll in einer Ambulanz in Meschede entstehen. Dazu soll auch das Personal aufgestockt werden.


Erstmals Stammzellentransplantationen im Sauerland

Zudem will das Klinikum eigene klinische Studien zur Entwicklung von aktuellen Therapiestandards durchführen. Erstmalig sollen dann im Sauerland auch Stammzellentransplantationen durchgeführt werden. Bei dieser Therapieform werden körpereigene Stammzellen entnommen, aufbereitet und nach einer Chemotherapie wieder zugeführt. Damit kann das geschädigte blutbildende System (Rückenmark) neu aufgesetzt werden. Unter anderem bei Erkrankten, die unter chronischen Lymphdrüsenvergrößerungen leiden, könnte eine Therapie am Standort Meschede dann erfolgen. Damit werde eine Versorgungslücke im HSK geschlossen, so das Klinikum. Die erste im Hochsauerland geplante Stammzellentransplantation soll bereits im Mai 2020 stattfinden.

Die gesamte Investition dafür wird auf ungefähr 3-4 Millionen Euro geschätzt.

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