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Klimawandel bringt Probleme für Wasserversorgung
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Klimawandel bringt Probleme für Wasserversorgung

2025 war im Sauerland viel zu warm und zu trocken. Der Ruhrverband steht bei der Wasserversorgung vor großen Herausforderungen

Veröffentlicht: Donnerstag, 08.01.2026 23:00

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Der Klimawandel macht auch dem Ruhrverband zu schaffen. Extremwetterphasen im Sauerland - also dem Ruhreinzugsgebiet - seien das "neue Normal“, so der Ruhrverband in seiner Bilanz für 2025. Die kritische Infrastruktur stehe in Zukunft vor noch größeren Herausforderungen.

Das gerade zu Ende gegangene Jahr 2025 gehört zu den fünf trockensten, die der Ruhrverband in seinen bis 1927 zurückreichenden Niederschlagsmessungen verzeichnet hat.

Der Ruhrverband sorgt dafür, dass immer genug Wasser in der Ruhr ist – das nennt er Mindestwasserführung. Ohne die Talsperren im Sauerland wäre die Ruhr bei Schwerte an 30 Tagen fast ausgetrocknet. Obwohl der Ruhrverband dank einer Gesetzesänderung weniger Wasser abgeben muss als früher, reichte der Regen nicht aus: Fast ein halbes Jahr lang musste zusätzlich Wasser aus den Talsperren in die Ruhr fließen.

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Bilanz Ruhrverband 2025

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Insgesamt fielen weniger als drei Viertel des mittleren Jahresniederschlags (minus 27 %). Besonders bemerkbar machte sich dabei das frühe Einsetzen der Trockenheit bereits im Februar (minus 74 % Niederschlag) und März (minus 82 % Niederschlag). Üblicherweise werden diese beiden Monate zum Aufstau von Wasservorräten genutzt. 2025 mussten die Talsperren bereits ab März Wasser abgeben. Der Blick auf die Temperaturen bestätige einmal mehr den Trend, dass es im Ruhreinzugsgebiet immer wärmer wird, so der Ruhrverband. Zwar lag die Mitteltemperatur 2025 mit 9,8 Grad Celsius erstmals seit drei Jahren wieder unter der 10-Grad-Marke, doch im Vergleich zum langjährigen Mittelwert der Zeitreihe 1991 bis 2020 war es immer noch um 0,8 Grad zu warm. Damit belegt das Jahr 2025 Platz sieben der wärmsten Kalenderjahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor 145 Jahren.

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