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Kirchen in Arnsberg vor Veränderungen
© Propsteipfarrei St. Laurentius
Von links nach rechts: Propst Stephan Schröder, Josef Mündelein, Kirchenvorstand, Daniela Lohmann-Pehle, Verwaltungsleiterin, Dr. Michael Weber, Kirchenvorstand, Frank Demming, Kirchenvorstand, Angelika Ritt-Appelhans, Kantorin, Friedel Sölken, Kirchenvorstand, Rudolf Hahne, ehemaliger Kirchenvorstand
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Kirchen in Arnsberg vor Veränderungen

In den Ortsteilen bleiben Möglichkeiten für Gottesdienste oder Andachtsstätten erhalten oder werden neu geschaffen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 22:00

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Die Propsteipfarrei St. Laurentius Arnsberg hat gestern bei einer Gemeindeversammlung das Zwischenbild ( 2. Bild) des Immobilienstrategischen Prozesses vorgestellt. Nach dem Prozessstart im April 2025, hatte die Immobilien-Projektgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Kirchenvorstandes und des Pastoralteams - mit Unterstützung eines Teams aus Fachleuten aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn, im November 2025 das sogenannte „1. Bild“ präsentiert. Das Erzbistums hatte Gemeinden aufgerufen, sich bewusst von Immobilien zu trennen, um sie der Entwicklung der aktuellen Lebens- und Glaubenssituation anzupassen.

Es gab viele Rückmeldungen, die in der Projektgruppe besprochen und eingeordnet wurden, heißt es. Auf dieser Basis wurden die Eckpfeiler der zukünftigen Ausrichtung nochmals überprüft und angepasst. So wurde beispielsweise die Notwendigkeit eines großen Raumes zur Nutzung für alle Gemeinden oder auch das Thema Familienpastoral im 1. Bild nicht ausreichend berücksichtigt, heißt es.

Eine entscheidende Frage für das Zwischenbild war, welche pastorale Strahlkraft die Orte haben und was das für verlässliche Gottesdienststandorte oder pastorale Aktivitäten bedeutet.

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Gemeinden auf den Dörfern

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In allen Ortsteilen bleiben Möglichkeiten für Gottesdienste oder Andachtsstätten für das persönliche Gebete (sogenannte Mystagogische Orte) erhalten bzw. werden neu geschaffen. Bis auf Breitenbruch und Uentrop bleiben alle Kirchen als Gottesdienststandorte erhalten; wobei die Frequenz der Gottesdienste langfristig von der Verfügbarkeit von Priestern und Wort-Gottes-Leitenden abhängt. An allen bisherigen Pfarrsaal-Standorten wird es weiterhin Begegnungsräume geben; zum Teil werden Kirchen zur multifunktionalen Nutzung umgebaut

Oeventrop

Erhalt der Kirche und Integration eines Begegnungsraumes im hinteren Teil der Kirche mit Glasabtrennung- für kurze Wege - beispielsweise nach Gottesdiensten

Nutzung des Untergeschosses des Pfarrheims mit Infrastruktur als Gemeinde- und Gruppenraum; Garage als zusätzlicher Lagerraum

Abgabe oder Vermietung von Erdgeschoss und erster Etage des Pfarrheims  

Wennigloh

Erhalt und Umbau der Kirche zur multifunktionalen Nutzung für Gottesdienste und Gruppentreffen/Gemeindeveranstaltungen

Abgabe des Pfarrheims und des Pfarrhauses

Niedereimer

Erhalt der Kirche und Integration der Bücherei

Erhalt des Erdgeschosses im Pfarrheim mit den verschiedenen Räumlichkeiten zur Nutzung für die Gemeinde und für andere Gruppierungen nach Absprache

Abgabe des Kellergeschosses

Bereitstellung eines Jugendraumes

Rumbeck

Erhalt der Kirche

Beibehaltung des Pfarrsaals im Erdgeschoss des Pfarrheims und Umbau des Obergeschosses zu einer weiteren Wohnung zur Vermietung.

Sanierung der Priesterwohnung im Pfarrhaus (1. OG) für den Bezug eines Priesters und Umbau des Erdgeschosses zum Pfarrarchiv mit Dienstbüro

Breitenbruch

Abgabe der Kirche, aber Erhalt des angrenzenden Grundstücks, bis geklärt ist, wo der Jugendraum untergebracht wird

Schaffung eines neuen spirituellen Ortes (Andachtsort, Unterstand am Friedhof, etc.)

Absprache mit Schützenverein zur Nutzung des Schützenhauses für Gottesdienste

Uentrop

Abgabe der Kirche

Evtl. Schaffung eines neuen Andachtsortes in der Nähe des Friedhofes

Absprache mit Schützenverein zur Nutzung der Schützenhalle für Gottesdienste

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Gemeinden in der Arnsberger Innenstadt

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In der Innenstadt gibt es zurzeit 6 Kirchen, die in dieser Form mittel- bis langfristig nicht mehr in der bisherigen Form erhalten bleiben. Es werden zwei Kirchen als „verlässliche Gottesdienstorte“ erhalten. Hier finden regelmäßig Sonntags- bzw. Werktags-Gottesdienste als Heilige Messen oder Wortgottesfeiern statt. Die anderen Standorte, die bestehen bleiben, sind „Gottesdienststandorte PLUS“, an denen gelegentlich oder zu besonderen Anlässen in unterschiedlicher Ausprägung Gottesdienste stattfinden können. Es soll außerdem „mystagogische Orte“ geben, also besonders gestaltete Gebetsräume mit der Möglichkeit, Kerzen zu entzünden oder für das persönliche Gebet. Die pastorale Strahlkraft des jeweiligen Ortes wird gestärkt

Außer in St. Norbertus werden an allen bisherigen Standorten Räumlichkeiten für Gruppierungen und für Begegnung mit Infrastruktur vorgehalten.

In Liebfrauen wird die Kirche zu einem zentralen Multifunktionsraum umgestaltet mit großen und kleinen Raumangeboten für alle Menschen aus allen Gemeinden.

St. Laurentius und Kloster Wedinghausen

Verlässlicher Gottesdienststandort (1. Innenstadtkirche)

Missionarischer Schwerpunkt: Geistliches Zentrum (Konzept: Kloster Campus- Mission Mensch)

Wiedereröffnung des Klostercafe´s (Arbeitstitel)

Innenraumsanierung der Propsteikirche, Verlegung der Sakristei, Einbau einer Toilette und Schaffung von Barrierefreiheit

Neugestaltung der Allee in Kooperation mit der Stadt Arnsberg zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität mit Begegnungsplattform direkt an der Kirche

Keine Aufgabe von Gebäuden an diesem Ort

St. Pius

Verlässlicher Gottesdienststandort (2. Innenstadtkirche)

Strahlkraft für Familienpastoral

Erhalt der Kirche als moderne Hybridkirche mit Sakralraum und neu gestalteten multifunktionalen Räumen für Begegnung.

Regelmäßige Familiengottesdienste z.B. „Familienzeit“ und experimentelle Gottesdienste

Abgabe von Krypta, Pius-Saal und Anbau bzw. dauerhafte Vermietung mit ggf. punktueller Rückmietung

Heilig Kreuz

Gottesdienststandort PLUS

Strahlkraft für Caritas und Schulen, vor allem auch an deren Standorten

Ziel: Abriss der Kirche und des Pfarrsaals und Bau eines bedarfsgerechten Multifunktionsraumes

Erhalt des Turmes und der bisherigen Sakristei, die zum mystagogischen Ort umgestaltet wird

 Falls keine Genehmigung zum Abriss/Neubau erfolgt:

 Profanierung der Kirche und Umgestaltung zum Multifunktionsraum

Liebfrauen

Gottesdienststandort PLUS, Standort der Sommerkirche

Strahlkraft: Diakonischer Schwerpunkt „Einsamkeit- Leben teilen“

Wichtiger Ort der Begegnung für alle Gruppierungen der Pfarrei

Johanniskapelle als mystagogischer Ort mit regelmäßigen Werktagsgottesdiensten bzw. Anbetung sowie weitere liturgische Formate

St. Anna-Kapelle im Caritas-Seniorenwohnheim ebenfalls Gottesdienststandort PLUS

Umgestaltung der langfristig zu profanierenden Liebfrauenkirche zu einem Multifunktionsraum für Großveranstaltungen, größere Gottesdienste und Veranstaltungen;

Schaffung variabel abtrennbarer Räume für alle Gruppierungen der gesamten Pfarrei

Erhalt des MGHs (Mehrgenerationshauses) in den bisherigen Räumen

Erhalt des JBZs (Jugendbegegnungszentrums) in den bisherigen Räumen

Abgabe des bisherigen Gemeindesaals und der Büroflächen im 2. OG

Verlagerung der Priesterwohnung nach Rumbeck

Neugestaltung des Platzes zwischen MGH und Kirchengebäude als lebendiger und inspirierender Ort der Begegnung

Vision: Offene Zeltkirche für Sommergottesdienste und Open-Air-Veranstaltungen

Für späteren Seelsorgeraum: Liebfrauen als Option für das pastorale Zentrum

St. Norbertus

Der Gesamtkomplex Kirche/Pfarrheim soll aufgegeben werden

Ziel: Nutzung als heilpädagogische Kita

Verkauf des Pfarrhauses

Bewusster Verzicht der Gemeinde auf einen Multifunktionsraum

Stadtkapelle

Erhalt der Stadtkapelle

Gottesdienststandort PLUS sowie mystagogischer Ort für die Altstadt

Mögliche Kooperationen mit dem Verein “Stadtkapelle Arnsberg“ für sakral-kulturelle Aktivitäten

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Ausblick

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Insgesamt wird mit diesen Maßnahmen eine Reduktion von gut 30% aller Immobilien erreicht und erfüllt somit die Anforderung des Erzbistums, heißt es. Kirchenvorstand Josef Mündelein: „Wir bieten nun nochmals Gelegenheit zur Rückmeldung, aber ich glaube, dass sich die meisten bewusst sind, dass wir eine 100%ige Zufriedenheit aller nicht erreichen können.“

Die Projektgruppe wird nun eventuelle Resonanzen bewerten. Ziel sei, sehr kurzfristig das finale Bild zu haben. Dann wird ein Zeitplan zur Umsetzung der definierten Maßnahmen innerhalb der nächsten fünf Jahre erstellt, der von Kirchenvorstand und Rat der Pfarrei beschlossen werden muss. Danach wird die Immobilienstrategie dem Erzbistum zur Genehmigung übermittelt. Dies soll noch im Sommer erfolgen. Wichtig sei, und das betonen alle Mitglieder der Projektgruppe immer wieder, dass die Umsetzung der Maßnahmen nicht sofort erfolgt, sondern nach und nach - innerhalb einer Frist von fünf Jahren. Und solange ein Gebäude noch nicht betroffen ist, kann es so genutzt werden wie bisher!

Fragen und Kommentare können der Propsteipfarrei per E-Mail übermittelt werden: Immobilienprozess@pr-arnsberg

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