
Weniger Gemeindemitglieder, weniger Kirchensteuereinnahmen: Auf die Kirchengemeinden im Sauerland kommen große Umwälzungen zu. Die drei evangelischen Kirchengemeinden im Osten des Hochsauerlandkreises (Marsberg, Brilon und Olsberg-Bestwig) schließen sich am 1. Januar 2028 zu einer neuen Kirchengemeinde zusammen. Bei der katholischen Kirche in Arnsberg stehen 12 Gebäude auf dem Prüfstand. Ihr Unterhalt wird zu teuer. Sie werden zum Teil umgenutzt. Jüngstes Beispiel für die Veränderungen in der Kirche ist die evangelische Kirchengemeinde Eslohe/Dorlar. Im kommenden Jahr wird sie sich weiter nördlich orientieren und den Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein verlassen. Danach gehört sie zum Kirchenkreis Soest-Arnsberg.
Pfarrer aus Sundern übernimmt Gottesdienste in Eslohe
Seit Anfang des Jahres teilen sich die evangelischen Kirchengemeinden Dorlar-Eslohe und Sundern eine Pfarrstelle. Pfarrer Martin Vogt aus Sundern ist jetzt auch für Eslohe mit zuständig. Zusammen mit dem Presbyterium der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe sind alle Gottesdiensttermine festgelegt, Präsenzzeiten in Eslohe abgesprochen und Ansprechmöglichkeiten geklärt worden. Pfarrer Martin Vogt nahm sich nach seinem ersten Gottesdienst in Eslohe Zeit für ein gemeinsames Kaffeetrinken mit der Gemeinde. „Das ist heute eine Ausnahme. Normalerweise muss ich dann nach dem Gottesdienst nach Sundern“, berichtete Vogt, der dann künftig eine halbe Stunde hat, um von Eslohe nach Sundern zum nächsten Gottesdienst zu fahren. Ihm war es am Sonntag wichtig, einige der Menschen, für die er künftig seelsorgerisch tätig ist, kennenzulernen.
Fortlaufender Prozess
Mit Blick auf diese seit dem 1. Januar 2026 bestehende pfarramtliche Verbindung, die die Ev. Kirchengemeinden Dorlar-Eslohe und die Ev. Kirchengemeinde Sundern eingehen, sei die Gemeinde nun in einem fortlaufenden Prozess, sagte Pesbyter Nils Weinbrenner, der betonte: „Wir werden uns in diesem Jahr weiter mit der Kirchengemeinde Sundern und dem Presbyterium zusammensetzen.“ Mit dem Wechsel des Kirchkreises am 1. Januar 2027 stehe dann der nächste Schritt an, betonte Weinbrenner.. Mit der pfarramtlichen Verbindung mit Sundern hofft das Presbyterium auf eine kontinuierliche Besetzung der Pfarrstelle. In der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe finden nun wieder regelmäßige Gottesdienste am zweiten und vierten Sonntag im Monat statt. Ein Teil der Gottesdienste wird von ehrenamtlich Gottesdienstgestaltenden ermöglicht. Pfarrer Martin Vogt kommt zu seinem nächsten Gottesdienst am 22. Februar um 9.30 Uhr in die Martin-Luther-Straße in Eslohe.