Kinder sollen im Dorf bleiben


Erstklässler aus Arnsberg-Holzen wollen vor Ort in die Schule gehen

Grundschule Holzen, Holzen
© Astrid Jänsch (privat)

Erstklässler aus Arnsberg-Holzen sollen auch in Holzen zur Schule gehen können. Das wollen ihre Eltern mit einer Unterschriftenaktion erreichen. Die Listen jetzt liegen beim Ortsbäcker und im Dorfladen aus. Weil sie zu viele I-Dötze für eine Klasse sind, sollen 7 von ihnen in die Grundschule im benachbarten Herdringen gehen. Herdringen und Holzen bilden eine Verbundschule. Das besonders ist: Die Schüler der ersten und zweiten Klasse werden in einer Klasse unterrichtet. Mit 36 Kindern aus Holzen wäre eine einzige Klasse in der Holzener Grundschule aber zu stark, die gesetzliche Obergrenze liegt bei 29. Der erste Schultag für die Erstklässler ist am 13. August vorgesehen.

 

Der Bürgermeister will helfen

Warum aber nicht in Holzen einfach zwei Klassen bilden mit je 18 Kindern, fragen sich die Eltern in Holzen. Zumal wegen der Corona-Abstandsregeln sowieso zwei Klassenräume bespielt werden müssten. Außerdem könnten alle Kinder per Rad oder zu Fuß ihre Schule erreichen, der Herdringer Teilstandort ist dafür zu weit entfernt. Die Kinder würden zu „Fahrschülern“. Arnsbergs Bürgermeister Ralf Bittner will helfen und hat bereits einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung für die Holzener Grundschule gestellt. So sollen zwei Klassen in Holzen erlaubt werden, obwohl dafür dann die jeweilige Mindeststärke unterschritten wäre. Eine Entscheidung ist aber noch nicht getroffen. Sie wäre auch für künftige Schülerinnen und Schüler wichtig, denn in den stark beworbenen Neubaugebieten wächst reichlich Nachwuchs heran, so die Elterninitiative. Im HSK gibt es 10 Verbundschulen, die meisten in Arnsberg, Meschede und Schmallenberg.

 

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