
Das Naturbad Hallenberg bleibt in der Sommersaison 2026 geschlossen. Das hat der Rat Hallenberg jetzt entschieden. Das Bad muss dringend saniert werden. Es zumindest für diese Freibadsaison fit zu machen, wäre mit einem erheblichen finanziellen und organisatoren Aufwand verbunden, so der Hallenberger Bürgermeister Enrico Eppner. Eine Entscheidung darüber, ob das Naturbad umfassend saniert wird, hat der Rat noch nicht getroffen. Die Kosten dafür würden sich nach aktuellem Stand auf 2,4 Mio. Euro belaufen.
Das Hallenberger Hallenbad soll im Sommer geöffnet bleiben
Als alternatives Angebot wird das städtische Hallenbad in Hallenberg in den Sommermonaten weiterbetrieben. Das Bäderpersonal plant bereits besondere Veranstaltungen, um das Angebot attraktiv zu gestalten. Hierfür ist ein angepasstes Betriebskonzept vorgesehen, das insbesondere flexible bzw. reduzierte Öffnungszeiten im Hochsommer berücksichtigen soll. Ziel ist es, trotz der aktuellen Situation weiterhin ein verlässliches Badeangebot für alle Hallenberger sowie Gäste der Stadt sicherzustellen.
Ohne Fördermittel keine Sanierung des Naturbades
Der Stadt Hallenberg erscheint eine Umsetzung der erheblichen Sanierungsmaßnahmen im Naturbad aus heutiger Sicht, wenn überhaupt, nur mit entsprechender Förderung realistisch. Zusätzlich zum grundlegenden Investitionsbedarf sei auch der laufende Betrieb des Naturbades sehr wartungsintensiv und kostenaufwendig, so Bürgermeister Eppner. In den vergangenen Jahren lagen die Kosten rechnerisch bei bis zu ca. 40,00 Euro pro Badegast, sodass auch mit Hilfe einer moderaten Anpassung der Eintrittsgelder, weiterhin das entsprechende Defizit durch die Stadt Hallenberg zu tragen sei. Die Stadt Hallenberg wartet die Entscheidung über Fördermittel im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ab. Auf dieser Grundlage soll über die zukünftige Ausrichtung der Bäderlandschaft entschieden werden.
3. Erforderliche Investitionen zur Sanierung
Für eine notwendige grundlegende Sanierung des komplexen Naturbades wird derzeit von einem Investitionsvolumen von rund 2,4 Millionen Euro ausgegangen.
Zu den wesentlichen Maßnahmen zählen unter anderem:
- Erneuerung des Beckens
- Erneuerung der technischen Anlagen und Wasseraufbereitung
- Erneuerung von Dach und Infrastruktur im Eingangsbereich
- Wassererwärmung auf Grundlage erneuerbarer Energien
- Herstellung bzw. Gewährleistung sicherheitsrelevanter und hygienischer Standards
Darüber hinaus bestehen weiterhin erhebliche Wasserverluste, deren Ursachen bislang, trotz intensiver Bemühungen und Arbeiten, nicht vollständig behoben werden konnten und die zusätzliche bauliche Maßnahmen erforderlich machen könnten.