
Die sogenannten Crash Kurse der Polizei sind ein wichtiges Mittel in der Präventionsarbeit mit jungen Erwachsenen. Es gibt sie seit 2012. Bei diesen Veranstaltungen berichten zum Beispiel Rettungssanitäter, Unfallopfer und der Vater eines verstorbenen jungen Mannes von ihren erschütternden Erlebnissen am Unfallort und von den Folgen eines Unfalls. Die Polizei hofft, dass Teilnehmer der Crash-Kurse dadurch für Unfallgefahren sensibilisiert werden, Gefahren besser erkennen und aus den Fehlern anderer lernen. und als Beifahrer mit selbstbewusstem Verhalten auf Fehlverhalten aufmerksam machen.
Im letzten Jahr haben kreisweit rund 1500 junge Erwachsene an insgesamt 4 Kursen teilgenommen. Hinzu kommt das JUNGE FAHRER PROGRAMM mit dem rund 2000 Schüler der Berufskollegs im HSK erreicht wurden, so die Polizei.
Junge Menschen sind häufiger in Unfälle verwickelt
Der Anteil der 18 - 24-jährigen an der Bevölkerung liegt im HSK bei 7%, bei den verletzten Verkehrsteilnehmern machen sie jedoch 16% aus. 167 junge Menschen wurden 2025 bei Unfällen verletzt. Allein in Arnsberg verursachten junge Fahrer 2025 70 Unfälle, in Sundern waren es 41 und in Meschede 34. Nur Medebach und Hallenberg haben Unfallzahlen im einstelligen Bereich. Zwei junge Erwachsene im Alter von 21 und 22 Jahren starben 2025 bei Verkehrsunfällen. In Arnsberg-Rumbeck wurde ein 22-jähriger Autofahrer im Januar auf einem Bahnübergang von einem Zug erfasst, im Juli verunglückte in Meschede-Visbeck ein 21-jähriger Kradfahrer tödlich.