
Interkulturelle Bürger- und Begegnungsstätte
Die gemeinnützige Alevitische Gemeinschaft Hochsauerlandkreis e.V. bekommt 231 000 Euro von der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE. Das Geld ist für die Außenanlagen des Vereinsprojektes: „Interkulturelle Bürger- und Begegnungsstätte Sundern (IBBS).
Veröffentlicht: Dienstag, 12.05.2026 22:00
In Sundern bekommt die gemeinnützige Alevitische Gemeinschaft Hochsauerlandkreis e.V. heute 231 000 Euro von der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE. Das Geld ist für die Erschließung, Errichtung und Ausstattung der Außenanlagen für das Vereinsprojekt: „Interkulturelle Bürger- und Begegnungsstätte Sundern (IBBS). Damit wird ein zentraler Baustein zur Umsetzung des sozialen Vorhabens ermöglicht, so die Alevitische Gemeinschaft. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1.270.000 Euro.
Sundern stehe vor großen Herausforderungen, heißt es. Genannt werden Überalterung, Abwanderung junger Menschen, Leerstand sowie ein Rückgang von Gewerbe und Infrastruktur. Gleichzeitig fehle es an wohnortnahen Begegnungs-, Bildungs- und Freizeitangeboten. Besonders betroffen seien Familien mit geringem Einkommen, ältere Menschen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte, die bestehende Angebote oft nur eingeschränkt nutzten, so die Alevitische Gemeinschaft. Hier will das Projekt: „Interkulturelles Bürger- und Begegnungsstätte Sundern (IBBS)“ ansetzen. Es möchte ein neues soziales Zentrum in Sundern etablieren.
Alevitische Gemeinschaft HSK
Die Alevitische Gemeinschaft Hochsauerlandkreis e.V. wurde 2006 als Alevitischer Kulturverein Sundern gegründet. Der gemeinnützige Verein hat rund 200 Mitglieder. Rund 500-600 Aleviten leben im Hochsauerlandkreis. Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Zugehörigkeit zum islamischen Glauben nicht nach Konfessionen differenziert wird, weder in der Türkei, noch in Deutschland. Und viele Aleviten mögen ihren Glauben gar nicht preisgeben, da Aleviten als religiöse Minderheit Diskriminierungen und Diffamierungen ausgesetzt waren. Die Unterdrückung und Verfolgung ist als geschichtliche Erfahrung im kollektiven Bewusstsein der Aleviten tief verankert. Die Alevitische Gemeinschaft Hochsauerlandkreis e.V. ist der alleinige Vertreter der Aleviten im Hochsauerlandkreis. Ihre Mitglieder bekennen sich zu ihrer alevitischen Identität.
Deutsche Fernsehlotterie
Die Soziallotterie feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen und steht seit 1956 für das Motto „Helfen & Gewinnen“. Spieleinsätze fließen in soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung, wohnungslose Menschen, Geflüchtete sowie Initiativen im Quartier. 2025 wurden über 70 Millionen Euro an mehr als 400 karitative Projekte in Deutschland ausgeschüttet, heißt es. Auf das Land Nordrhein-Westfalen entfielen dabei 79 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 13,3 Millionen Euro.