
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Hochsauerlandkreis hat gestern den Grundstücksmarktbericht 2026 veröffentlicht. Im vergangenen Jahr wurden bei uns im Hochsauerlandkreis 2.416 Kaufverträge für Immobilien registriert. Damit ist die Zahl der Kaufverträge im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gestiegen. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sind im Durchschnitt um rund 2 Prozent leicht gestiegen. Die Preisentwicklung ist aber abhängig von Lage, Ausstattung und Baujahr unterschiedlich. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 243.000 Euro. Die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser im Normaleigentum wurden in den Städten Meschede (101), Brilon (80) und Schmallenberg (79) gehandelt.
Eigentumswohnungen
Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen zeigen ebenfalls eine leichte Steigerung von rund 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Preisentwicklung ist aber auch hier abhängig von Lage, Ausstattung und Baujahr unterschiedlich. Insgesamt wurden mit 365 Eigentumswohnungen rund 11 Prozent mehr verkauft als noch 2024. Die meisten Verkäufe von Eigentumswohnungen wurden in Winterberg (161), Meschede (45) und Brilon (45) getätigt.
Baugrundstücke
Die Zahl der verkauften Baugrundstücke für den Wohnungsbau ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Es wurden 181 Kaufverträge abgeschlossen, was einem Anstieg von 39 Prozent entspricht. Der mittlere Kaufpreis belief sich auf 95 Euro/m². Die 181 Bauplätze mit insgesamt rund 16 Hektar Fläche wurden zu rund 14 Millionen Euro umgesetzt. Die größten Anteile der abgeschlossenen Kaufverträge entfielen auf die Städte Meschede (48), Schmallenberg (23) und Brilon (21).
Land- und Forstwirtschaft
2025 wechselten 181 Hektar landwirtschaftlich genutzte Flächen und 317 Hektar forstwirtschaftlich genutzte Flächen den Eigentümer. Die Preise sind insgesamt ebenfalls leicht gestiegen.
Unterschiedliche Preisentwicklung
Gebrauchte Einfamilienhäuser werden in vielen Sauerländer Kommunen immer teurer. Das geht aus einer Auswertung der LBS mithilfe der empirica Preisdatenbank hervor. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend in Marsberg, wo der Durchschnittspreis für gebrauchte Einfamilienhäuser im letzten Jahr um satte 21 Prozent auf 202.500 Euro gestiegen ist. Auch in Arnsberg (+9 Prozent auf 349.000 Euro) und Sundern (+8 Prozent auf 300.000 Euro) sind deutliche Preissteigerungen zu beobachten. In Brilon fällt der Anstieg mit +2 Prozent auf 289.500 Euro moderater aus, während die Preise in Meschede und Schmallenberg stabil bleiben. Einige Kommunen verzeichnen sogar Preisrückgänge: In Eslohe sinkt der Preis für Einfamilienhäuser um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Winterberg sogar um 6 Prozent. Dennoch bleibt der Durchschnittspreis in Winterberg mit 328.700 Euro vergleichsweise hoch. Für die Kommunen Hallenberg, Medebach und Olsberg gibt es in der Auswertung der LBS keine verwertbaren Daten.