
Im Hochsauerlandkreis hat sich die Bedeutung der Industrie am Arbeitsmarkt verändert. Das zeigt der aktuelle Jobmonitor der Bertelsmann Stiftung. Im Jahr 2014 lag der Anteil der Beschäftigten in der Industrie an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region bei 34,5 Prozent. Bis 2024 sank dieser Anteil auf 31 Prozent. Damit liegt der Industrieanteil an der Gesamtbeschäftigung im Hochsauerlandkreis im Jahr 2024 aber noch über dem Deutschlandwert von 19,3 Prozent.
Veränderungen
Die Beschäftigungsentwicklung verlief dabei in zwei Phasen, heißt es. Zwischen 2014 und 2019 nahm die Zahl der Industriebeschäftigten in Hochsauerlandkreis um 9 Prozent zu. In dieser Zeit wuchs die Industriebeschäftigung bundesweit noch um 5,7 Prozent. Zwischen 2019 und 2024 kehrte sich der Trend vielerorts um: In Hochsauerlandkreis sank die Zahl der Industriebeschäftigten um 5,9 Prozent. Deutschlandweit ging sie im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent zurück.
Die Entwicklung in Hochsauerlandkreis folgt damit weitgehend dem bundesweiten Muster seit 2019.
Industriebeschäftigung in Deutschland
Die Industriebeschäftigung in Deutschland verliert im Strukturwandel insgesamt stetig an Bedeutung: Der Anteil der Industrie an der Gesamtbeschäftigung sank von 22 Prozent im Jahr 2014 auf zuletzt rund 19 Prozent. Zwar wuchs die Zahl der Beschäftigten in der Industrie von 2014 bis 2019 deutschlandweit noch an, seitdem sinkt sie jedoch. Zugleich verliert die Industrie langfristig an Gewicht, weil andere Wirtschaftsbereiche stärker gewachsen sind. Der Wandel verläuft regional sehr unterschiedlich. Allerdings sind nicht steigende Kündigungszahlen von Seiten der Arbeitgeber der Auslöser für den Personalabbau in der Industrie, sondern das Zögern, Stellen nachzubesetzen und neue Mitarbeitende einzustellen, so die Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.