Immer mehr Sauerländer Borkenkäferholz geht nach Asien

Weil der deutsche Markt für Borkenkäferholz gedeckt ist, wird immer mehr Holz nach Asien verschifft.

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Immer mehr Borkenkäferholz aus dem Sauerland geht nach Asien. Weil der Markt für Fichtenholz hier schlecht ist, bekommen die Waldbesitzer dort noch Geld für ihr Holz. Die Sauerländer Wälder leiden schon seit Jahren unter starkem Borkenkäferbefall, vor allem die Fichten. Die befallenen Bäume müssen am besten direkt abgeholzt und vermarktet werden. Das Holz wird vor der Verschiffung mit einem Bekämpfungsgas besprüht, das die Borkenkäfer vernichtet. Dann wird es in Asien als Bauholz für Dachstühle und für den Innenausbau in Häusern genutzt. Seit 2018 schon werden Fichten nach Asien exportiert. Insgesamt 10.000 Container mit Fichtenholz aus ganz NRW wurden letztes Jahr über Wald und Holz NRW dorthin verschifft.

Immer mehr Fichten sind betroffen

Vor allem der Arnsberger Wald und das obere Sauerland, also der Schmallenberger Wald und die Medebacher Bucht, sind vom Borkenkäferbefall stark betroffen. 70 Prozent der Wälder im Hochsauerlandkreis bestehen aus Fichten. Im schlimmsten Fall würden Ende dieses Jahres die Hälfte der Fichten vom Borkenkäfer befallen sein, so Andreas Voß von Wald und Holz NRW.

Hilfspaket für den Wald

Die Bundesregierung hat nun 700 Millionen Euro für die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zur Verfügung gestellt. Der sauerländer Bundestagsgeordneter Patrick Sensburg setzt sich nun in Berlin dafür ein, dass dieses Geld auch im Sauerland ankommt. Das Geld solle wirklich da ankommen, wo die Wälder besonders geschädigt seien, so Sensburg

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