
Eine nicht genehmigte Asphaltstraße durch den Wald zu einem Windpark in Meschede beschäftigt weiter die Politik. Gebaut wird der Windpark Remblinghausen-Süd von ABO-Energy. Der Entwickler von Windparks hatte die 1,6 Kilometer asphaltiert, um über die Trasse die schweren Komponenten für die Windenergieanlagen zu transportieren. Der Hochsauerlandkreis hat nur die Asphaltierung von 100 Metern genehmigt. Heute kommt das Thema im Bezirksausschuss Remblinghausen wieder auf den Tisch. Vom Landesbetrieb Wald und Holz, der Genehmigungsbehörde ist, gibt es auf Anfrage von Radio Sauerland dieses Statement: "Aufgrund neuer Sachstände und Entwicklungen, die zunächst gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Unteren Wasserbehörde bewertet werden müssen, können zum laufenden Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen gemacht werden."
Im Forstausschuss des HSK habe ein Mitarbeiter des zuständigen Regionalforstamtes Oberes Sauerland gestern zum Windpark Remblinghausen-Süd und der Zuwegung nur die bisherige Entwicklung skizziert, so Wald und Holz.
In Remblinghausen läuft der Aufbau der Windräder
Im Windpark Remblinghausen-Süd sind inzwischen nahezu alle Anlagenteile eingetroffen. In den vergangenen Wochen konnten bereits die Stahltürme von drei der vier Windkraftanlagen errichtet werden, so ABO Energy. Als nächster Bauabschnitt steht die Montage der Gondeln und Naben an. Anschließend werden jeweils drei Rotorblätter installiert, sodass die Anlagen planmäßig bis zum Jahresende ihren Betrieb aufnehmen können.
ABO Energy plant die Errichtung von vier Windenergieanlagen auf der von der Kreis- und Hochschulstadt Meschede ausgewiesenen Potenzialfläche "Remblinghausen-Süd“. Der Windpark würde so viel sauberen Strom produzieren wie rund 18.000 Haushalte verbrauchen. Das spare den Ausstoß von etwa 45.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein, so das Unternehmen.