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IG Metall Olsberg: Trotz schwieriger Lage optimistisch
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IG Metall Olsberg: Trotz schwieriger Lage optimistisch

Die IG Metall in Olsberg sieht sich gut aufgestellt und ist mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen grundsätzlich zufrieden. Aktuell hat sie rund 4.040 Mitglieder. Bei der Vorstellung der Zahlen in Olsberg war auch die erste Vorsitzende der IG Metall Christiane Benner dabei.

 

Veröffentlicht: Donnerstag, 29.01.2026 08:25

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Mit 4.041 Mitgliedern hat die IG Metall Olsberg 2025 137 Mitglieder verloren: Die Gründe dafür seien vielfältig, so Helmut Kreutzmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall Olsberg. Wenn Mitglieder der IG Metall austreten, müsse immer unterschieden werden. Manche kündigen ihre Mitgliedschaft wegen eines Berufswechsels, andere, weil sie in Rente gehen. Sobald eine Kündigung bei der IG Metall in Olsberg eingeht, soll jetzt nochmal nachgehakt werden. "Nach der Kündigung bekommen die Betroffenen einen Brief zugeschickt. Per QR-Code kann dann bei einer Umfrage teilgenommen werden um den Kündigungsgrund zu erfahren. "So können wir unser Angebot weiter anpassen", sagt Kreutzmann. Zusätzlich wird versucht, über den Betriebsrat an die Arbeiter heranzutreten. Auch in der Nachwuchsarbeit ist die IG Metall Olsberg aktiv. So werden zum Beispiel Realschulen oder Berufskollegs im Altkreis Brilon besucht. In Zukunft wollen die Verantwortlichen zusätzlich noch mehr Präsenz in den rund 25 Industriegebieten im Altkreis Brilon wie in Marsberg-Bredelar zeigen. Im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Olsberg leben knapp 85.000 Bewohner. Dazu gehören unter anderem die Städte Winterberg, Medebach und Brilon.

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Lage bei uns weiter angespannt

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Die wirtschaftliche Lage gilt in vielen Sauerländer Betrieben als angespannt. Gründe dafür sind unter anderem hohe Energiepreise, viel Bürokratie und Fachkräftemangel. Dabei steht der östliche Teil des Hochsauerlandkreises im Vergleich zu anderen Regionen gut da, so Christiane Benner, erste Vorsitzende der IG Metall beim Pressegespräch in Olsberg. Dafür sorgen auch die kleinen und mittleren Betriebe. "Hier finden wir eine gesunde Struktur vor. Also sprich viele kleine und mittelständische Unternehmen. Das schlägt sich sowohl in den Mitgliederzahlen hier in Olsberg als auch in der niedrigen Zahl der Unternehmensinsolvenzen nieder“, so Benner. Sie fordert auch für Sauerländer Betriebe einen günstigeren Energiepreis. "Damit steht und fällt vieles in unserer Wirtschaft. Die Energiepreise sind etwas, was eigentlich einheitlich und gut funktionieren sollte, um auch mit Betrieben aus dem Ausland mithalten zu können", so Benner weiter. Trotz aller negativen Meldungen sei es aber wichtig, optimistisch in die Zukunft zu schauen. "Es gibt auch Licht am Ende des Tunnels. Da ist jetzt die Politik gefragt", sagt Kreutzmann

Ein weiteres Problem der kommenden Jahre wird für Unternehmen bei uns der zunehmende Fachkräftemangel. "Das könnte sich in Zukunft mit zu einem der größten Probleme in den Sauerländer Betrieben entwickeln", so Kreutzmann. Deswegen fordert er mehr Investitionen in die Weiterbildung innerhalb der Betriebe." Die Aufgaben in der Industrie und im Handwerk ändern sich in Zukunft. Deswegen muss mehr Geld in die Bildung, nicht nur die der Azubis, sondern auch in die der ausgelehrten Arbeitskräfte, investiert werden", meint Kreutzmann. 

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