
Was beschäftigt junge Menschen in Sundern? Welche Themen sind ihnen wichtig? Dazu hat die Stadt Sundern vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen befragt. 389 Schülerinnen und Schüler haben bei der Online-Umfrage mitgemacht. In der Online-Befragung ging es unter anderem um Freizeitangebote, Treffpunkte, soziale Netzwerke, Mobbing, Politik sowie Zukunftsfragen rund um Ausbildung und Beruf. Am geringsten fiel die Beteiligung der Schülerinnen und Schülern des Gynmasium aus. Nur 71 von 664 haben an der Befragung teilgenommen, zeigen die Zahlen, die heute im Jugendhilfeausschuss in Sundern vorgelegt werden.
Zusätzlich zur Befragung an den weiterführenden Schulen sind in 18 Grundschulklassen Workshops gelaufen. Dabei standen die Themen Freizeit, Spielplätze, Treffpunkte und Jugendtreffs im Mittelpunkt. Wenn die Ergebnisse der Befragung und der Workshops ausgewertet sind, sollen die Wünsche und Ideen der Kinder und Jugendlichen in den neuen Kinder- und Jugendförderplan der Stadt einfließen.
Erste Ergebnisse der Jugendbefragung zeigen laut Verwaltung, dass 87 Prozent der Befragten Mitbestimmung wichtig oder sehr wichtig finden. Für ein Jugendparlament würde sich allerdings nur etwa ein Viertel engagieren. Deshalb prüft die Stadt jetzt andere dauerhafte Beteiligungsformate, die bei jungen Menschen in Sundern mehr Zustimmung finden könnten.
Klassensprecher im Rathaus
Ein weiteres Beteiligungsformat hat das Jugendbüro ebenfalls noch vor den Sommerferien getestet: 30 Klassensprecherinnen und Klassensprecher der weiterführenden Schulen waren dazu in den Ratssaal eingeladen. Dort ging es um verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung und politische Mitwirkung.
Schon in den Herbstferien ist der nächste Schritt geplant. Dann soll es gemeinsam mit jungen Menschen und einer Kommunikationsagentur einen Workshop zur Logo- und Namensfindung für die neue Jugendeinrichtung geben. Dabei sollen drei Entwürfe entstehen, aus denen die Jugendlichen in Sundern ihren Favoriten auswählen können.
Weitere Workshops:
Fest stehen außerdem schon zwei kostenfreie Workshops: Am 7. November 2026 ist eine Präventionsschulung gegen sexualisierte Gewalt mit Referentin Jennifer Nöcker geplant. Am 19. November 2026 folgt die Veranstaltung „Queer denken. Vielfalt gestalten.“ mit Wibke Korten von „gerne anders“.