Anzeige
HSK: Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextreme
© Heiko Kverling - Fotolia
Teilen:

HSK: Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextreme

Bundesweit liefen heute Morgen Hausdurchsuchungen gegen mutmaßliche Rechtsextremisten. Laut Bundesanwaltschaft hat es auch eine Durchsuchung bei uns im Hochsauerlandkreis gegeben.

Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 11:20

Anzeige

Die Bundesanwaltschaft hat heute Morgen rund 50 Objekte in zwölf Bundesländern durchsuchen lassen. Die Durchsuchungen haben sich gegen 36 Beschuldigte gerichtet. Sie sollen Mitglieder der rechtsextremistischen Vereinigungen „Jung & Stark“ (JS) oder „Deutsche Jugend Voran“ (DJV) sein.

Anzeige

Verdächtiger aus dem HSK

Anzeige

Rund 600 Polizisten sind im Einsatz gewesen, einige davon auch bei uns im Hochsauerlandkreis. Am frühen Morgen wurde ein Haus eines mutmaßlichen Rechtsextremisten im HSK durchsucht. Ihm werden die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Wo genau die Razzia stattgefunden hat, kann nicht gesagt werden. Der Grund ist das Alter des beschuldigten Sauerländers. Aus Rücksicht wolle man deswegen nicht den genauen Ort der Durchsuchung angeben, so die Bundesanwaltschaft.

Anzeige

Neben dem mutmaßlichen Rechtsextremisten aus dem HSK wird auch den anderen Beschuldigten die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Einige davon sollen sich noch als Minderjährige an den rechtsextremistischen Gruppen beteiligt haben. Laut mehreren Medienberichten ist der jüngste Beschuldigte 16 Jahre alt. Gegen acht Beschuldigte wird auch wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Einer davon ist der Beschuldigte aus dem Hochsauerlandkreis. Die JS und die DJV sind bundesweit organisiert und unterhalten in den zwölf betroffenen Bundesländern Regionalgruppen. Ihre Mitglieder vernetzen sich sowohl über soziale Medien als auch durch regelmäßige Treffen. "Dabei wird zu Gewalttaten gegen politische Gegner sowie gegen vermeintlich Pädophile aufgerufen", so ein Sprecher der Bundesanwaltschaft.

Anzeige

Ermittlungen - aber keine Festnahmen

Anzeige

Einige Beschuldigte sollen dementsprechend Angehörige der linken Szene oder Personen angegriffen haben, die sie für pädophil hielten. Die Opfer wurden jeweils von mehreren Angreifern geschlagen und trugen nicht unerhebliche Verletzungen davon. Festnahmen sind nicht erfolgt. "Die heutigen Durchsuchungen dienen dazu, die bestehenden Verdachtsmomente aufzuklären", so die Bundesanwaltschaft.

Anzeige
Anzeige
Anzeige