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HSK: Polizei will für möglichen Blackout sensibilisieren
Stromausfall
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HSK: Polizei will für möglichen Blackout sensibilisieren

Die Polizei im HSK appelliert an uns Sauerländer, Vorkehrungen für einen möglichen flächendeckenden Stromausfall zu treffen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.02.2026 07:17

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Der längerfristige Stromausfall in Berlin habe deutlich gemacht, wie schnell gewohnte Strukturen zusammenbrechen. "Kein Licht, keine Heizung, kein Internet, eingeschränkte medizinische Versorgung, leere Akkus, stillstehende Kassen und Geldautomaten. Wer dann nicht vorbereitet ist, gerät rasch in eine gefährliche Abhängigkeit", so die Polizei in einem Instagram-Posting. Aus Sicht der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis ist Vorsorge kein Alarmismus, sondern verantwortungsvolles Handeln. Ein Blackout betreffe nicht nur Großstädte, auch ländliche Regionen seien verwundbar. Hilfe kann verzögert eintreffen und Kommunikationswege könnten ausfallen. "Wer vorsorgt, schützt sich und andere. Prävention bedeutet, handlungsfähig zu bleiben, Ruhe zu bewahren und Notlagen zu vermeiden. Sprechen Sie in Ihrer Familie darüber, prüfen Sie Ihre Vorräte regelmäßig und ergänzen Sie, was fehlt", so ein Polizeisprecher. 

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HSK: Polizei will für möglichen Blackout sensibilisieren
© Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Eine Vorratsliste der Polizei für einen möglichen Stromausfall
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Kreis trifft Vorkehrungen für den Ernstfall

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Der Hochsauerlandkreis rüstet beim Katastrophenschutz auf. Grund ist die angespannte Energie-Lage. Der Kreis will besser auf Krisen vorbereitet sein. "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und investieren zum Schutze der Bevölkerung in modernste Technik", erklärt Thomas Grosche, Landrat des Hochsauerlandkreises. Der Kreis hat zwölf neue Rollcontainer für die Energieversorgung angeschafft. Sie kommen dezentral zum Einsatz und können Notunterkünfte, kritische Infrastruktur und andere Einrichtungen mit Strom versorgen. Die kompakten Wagen enthalten moderne Aggregate, Kraftstoff, Licht und Kabeltrommeln. Als Reaktion auf einen mehrstündigen Stromausfall in Marsberg, hatte der Hochsauerlandkreis bereits 2024 mehrere neue Notstromaggregate angeschafft. Die Stromanhänger sind mit zusätzlichen Flutlichtmasten ausgestattet, die zum Ausleuchten größerer Einsatzstellen genutzt werden können. Die Geräte sind bei den freiwilligen Feuerwehren in Brilon, Eslohe und Winterberg stationiert.

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Notfallinfopunkte in Schmallenberg

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Die sogenannten Notfallinfopunkte sollen helfen, wenn bei Katastrophen Strom, Telefon oder Internet ausfallen. Die Stadt Schmallenberg hat diese in Feuerwehrgerätehäusern intigriert. Sie sind mit einem roten Schild „Notfallinfopunkt“ gekennzeichnet. Dazu gehören die Gerätehäuser in Fleckenberg, Lenne, Dorlar, Gleidorf, Berghausen, Bracht, Felbecke, Bödefeld, Kirchrarbach, Oberhenneborn, Oberkirchen und Niedersorpe. Diese Punkte sind nur bei größeren Schadenslagen besetzt. Zusätzlich gibt es Notfall-Leuchttürme in Schmallenberg, Bad Fredeburg, Niederberndorf, Westernbödefeld, Grafschaft und Nordenau. Diese Standorte verfügen über eine Notstromversorgung und eine krisensichere Infrastruktur. Sie werden im Katastrophenfall durch Einsatzkräfte der Feuerwehr besetzt und bieten zusätzliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Absetzen von Notrufen, wenn kein Telefonnetz mehr funktioniert, Anforderung von Hilfe oder Meldung von Notfällen, Erhalt wichtiger Informationen und Handlungsempfehlungen der Katastrophenschutzbehörden und Treffpunkte und Unterstützung für hilfebedürftige Personen.

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