
Im Jahr 2023 waren rund 19.400 Sauerländerinnen und Sauerländer pflegebedürftig. Das sind die Menschen, die sich in ambulanter/ stationärer Pflege befinden oder den Pflegegrad 1 aufweisen bzw. Pflegegeld empfangen, so die aktuelle Pflegemodellrechnung von IT.NRW. Ab 2026 sieht die Modellrechnung durchgängig mehr Pflegebedürftige im HSK. Bis 2050 werden so knapp 23.900 Sauerländer eine Form der Pflege in Anspruch nehmen. Das entspricht einem ungefähren Anstieg von rund 23,2 Prozent. Das Plus verteilt sich auf beide Geschlechter. Frauen machen im Jahr 2050 rund 14.500 der Pflegebedürftigen aus, Männer liegen bei 9.400. Mit diesem Anstieg an Pflegebedürftigen von rund 23,2 Prozent liegen wir leicht über dem NRW-Schnitt von 20,8 Prozent, es gibt aber je nach Landkreis oder kreisfreien Stadt große Unterschiede.
NRW-Vergleich
Bis 2050 ist in allen kreisfreien Städten und Kreisen NRWs mit einer steigenden Zahl an Pflegebedürftigen zu rechnen. Die Zuwächse werden jedoch regional sehr unterschiedlich ausfallen: Die höchsten Anstiege werden in den Kreisen Coesfeld (+46,2 %), Borken (+44,7 %) und Paderborn (+43,4 %), die niedrigsten in Hagen (+6,5 %), Gelsenkirchen (+6,9 %) und Herne (+7,2 %) erwartet. Es zeigt sich: Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird in den Kreisen stärker zunehmen als in den kreisfreien Städten. So ist in 23 von 31 Kreisen mit einem Anstieg über dem Landesdurchschnitt von 20,8 % zu rechnen. Überdurchschnittliche Zuwachsraten werden demgegenüber nur in drei der 22 kreisfreien Städte erwartet: in Münster (+36,5 %), Bonn (+32,2 %) und in Bottrop (+21,9 %). Dies sind zugleich die drei kreisfreien Städte des Landes, die im selben Zeitraum die stärksten Zuwächse in der hochaltrigen Bevölkerung verzeichnen werden.