
HSK: Ausbau von Solarenergie geht voran
Der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen wird bei uns im Sauerland weiter vorangetrieben. Das geht aus Zahlen des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW hervor. Branchenexperten haben heute eine freistehende PV-Anlage in Meschede-Freienohl besichtigt.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 10:00
Anlässlich des diesjährigen Tags der Sonne wurde heute eine freistehende PV-Anlage in Meschede-Freienohl von verschiedenen Branchenvertretern aus dem Bereich Photovoltaik besucht. "Ein innovatives Beispiel für den Ausbau der Solarenergie in Nordrhein-Westfalen findet sich im Wasserwerk des Wasserbeschaffungsverbandes Arnsberg in Meschede-Freienohl", so ein Sprecher des Landesverbandes Erneuerbare Energien. Hier betreiben die Stadtwerke Arnsberg eine PV-Freiflächenanlage, deren erzeugter Strom das Wasserwerk mit einer Eigennutzung von 100% versorgt. Das Wasserwerk kann damit 25% des eigenen Stromverbrauchs decken und seine Energiekosten dadurch senken. Erbaut und konzipiert wurde die Anlage von der outarky GmbH und sie ging im August 2024 in Betrieb. Die Freienohler Anlage umfasst 537 PV-Module und eine Spitzenleistung von 350 kWp.
Stimmen zur Freienohler PV-Anlage
"Die Anlage deckt einen wesentlichen Teil des Strombedarfs am Wasserwerk und hat für unsere Stadtwerke in zweierlei Hinsicht eine große Bedeutung. Sie produziert für unseren laufenden Betrieb kostengünstigen Strom zu planbaren Strompreisen und vermeidet in erheblichem Maß klimaschädliche Emissionen, indem sie rechnerisch rund 107 Tonnen CO₂-Ausstoß reduziert“, so Oliver Vogel, Geschäftsführer der Stadtwerke Arnsberg.
„Die Stadtwerke Arnsberg hatten den Mut, früh in die eigene Region zu investieren, und die Weitsicht, Eigenversorgung konsequent zu denken. Dass sie uns dabei an ihrer Seite haben wollten, ist für uns bis heute eine Auszeichnung. Aus diesem ersten gemeinsamen Projekt ist inzwischen eine ganze Pipeline weiterer Vorhaben geworden, und genauso verstehen wir Partnerschaft: auf Augenhöhe, langfristig und mit echtem Vertrauen“, lobt Outarky-Geschäftsführer Clemens Wullenweber die erfolgreiche Kooperation mit den Stadtwerken Arnsberg.
Ausbau im HSK und bundesweit
Viele Sauerländer Kommunen beschäftigen sich immer wieder mit großen Freiflächen-PV-Anlagen. Allein in diesem Jahr sind schon vier neue Anlagen dieser Art im Kreisgebiet ans Netz gegangen. Auch der Anteil an sogenannten Balkonkraftwerken, also sprich kleineren Solarmodulen auf dem Balkon etc., nimmt weiter zu. 475 sind seit Januar ans Netz gegangen. Das entspricht in etwa 40 Anlagen mehr als bei der Gebäude-Photovoltaik, welche größere Solar-Module auf Hausdächern sind. Der Ausbau der Solarenergie erreichte in den vergangenen Jahren Rekordwerte. Bundesweit stieg der Anteil von Solarstrom am Bruttostromverbrauch auf knapp 17 Prozent. Photovoltaik sorgte gemeinsam mit der Windenergie 2023 für rund 10 Milliarden Euro direkte Wertschöpfung. Davon blieben bis zu 5,5 Milliarden Euro in den Regionen vor Ort, so LEE NRW. Zudem entstanden rund 51.000 direkte Vollzeitarbeitsplätze in Deutschland. Das geht aus der jüngsten Studie „Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien“ im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Bis 2033 könnte sich die direkte Wertschöpfung demnach auf rund 21 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Regional verbleiben könnten laut Studie dann bis zu 12,3 Milliarden Euro. Über 100.000 direkte Vollzeitarbeitsplätze wären möglich, heißt es.
