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Hochsauerlandkreis mit angespannter Finanzlage
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Hochsauerlandkreis mit angespannter Finanzlage

Am Nachmittag hat Landrat Thomas Grosche im Kreistag die finanziellen Planungen für das laufende Jahr vorgestellt

Veröffentlicht: Freitag, 30.01.2026 16:00

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Der neue Landrat des Hochsauerlankreises, Thomas Grosche, hat heute zusammen mit Kreiskämmerer Manuel Sellmann im Kreistag seinen ersten Haushalt vorgestellt. Beide warnten: Die Finanzlage ist angespannt. Das Defizit steigt auf rund 44 Millionen Euro. Hauptursachen sind wachsende Sozial- und Jugendhilfeausgaben. Auch für Personalkosten und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe muss der Kreis mehr aufwenden. Die Einnahmen aus Steuern und Umlagen halten mit den Ausgaben nicht Schritt. Immer mehr Belastungen müssen über die Kreisumlage ausgeglichen werden.

Der Hochsauerlandkreis fordert von Bund und Land: Kommunale Aufgaben müssen endlich ausreichend finanziert werden. Kurzfristige Hilfsprogramme reichen nicht, strukturelle Entlastungen sind nötig.

Der Haushaltsentwurf 2026 setzt klare Prioritäten: Verwaltungsmodernisierung, Digitalisierung und KI, Jugend, Familie und Bildung sowie Wirtschaftsförderung. Bevor der Haushalt 2026 verabschiedet wird, beraten ihn die Kreistagsfraktionen.

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Investitionen in Bildung

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Der Hochsauerlandkreis investiert kräftig in Bildung. Landrat Thomas Grosche betonte dazu in seiner Haushaltsrede: Die Verschuldung aus Investitionen liege mit rund 15,9 Millionen Euro niedrig. Insgesamt fließen 12,2 Millionen Euro in Bildung – ein klarer Schwerpunkt.

Die größte Investition sind das Berufskolleg Meschede und die dort angeschlossene Rettungsdienstschule mit rund 77 Millionen Euro. Dafür gibt es auch Geld vom Bund. An diesem Beispiel zeige sich, dass es darauf ankommt, Investitionen zu tätigen, um die Zukunftsfähigkeit der Region zu erhalten. Landrat Grosche sagte vor dem Kreistag. "Ich bin ein großer Freund von solider Haushaltsführung und intergenerativer Gerechtigkeit. Wir haben diese intergenerative Verpflichtung, dass wir nicht auf Kosten der künftigen Generationen das Geld mit vollen Händen ausgeben", aber Grosche sagte auch: "Es ist es von entscheidender Bedeutung, mit Augenmaß die Waage zu halten zwischen Investitionen und Generationen-Gerechtigkeit. Es hilft einer zukünftigen Generation nichts, wenn der Haushalt keine hohe Verschuldung ausweist, dafür aber alle Straßen und Gebäude einen Sanierungsstau haben, der in die Millionen geht".

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