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Hochsauerlandkreis bei Windenergieausbau mit vorn
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Hochsauerlandkreis bei Windenergieausbau mit vorn

Im Hochsauerlandkreis sind im vergangenen Jahr 22 neue Windenergieanlagen genehmigt worden

Veröffentlicht: Montag, 12.01.2026 09:21

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Im Hochsauerlandkreis sind im vergangenen Jahr 22 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von 117 Megawatt entstanden. Damit landet der HSK, was den Ausbau der Windkraft angeht, hinter den Landkreisen Paderborn und Düren landesweit auf Platz drei. Insgesamt drehen sich im Hochsauerlandkreis 106 Windräder und erzeugen 666 Megawatt Strom.

Windkraft boomt in NRW

Der Windenergieausbau in NRW hat bislang noch nicht gekannte Dimensionen erreicht, erstmals ist beim Zubau die Gigawatt-Grenze (> 1.000 Megawatt) geknackt worden: Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) geht nach einer vorläufigen Auswertung des Marktstammdatenregisters von einem landesweiten Zubau von 259 Windenergieanlagen mit einer Brutto-Leistung von 1.346 Megawatt (MW) für das vergangene Jahr aus

Das sind fast 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Da in den zurückliegenden zwölf Monaten auch ältere Anlagen abgebaut wurden, beträgt der Nettozuwachs 1.288 MW. Damit ist NRW im vergangenen Jahr sowohl beim Brutto- als auch beim Nettozubau vor Niedersachsen und Schleswig-Holstein bundesweit die Nummer eins.

LEE NRW-Geschäftsführer Christian Vossler zeigt sich mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden: „Die Zahlen sehen in der Tat super aus. Der letztjährige Zuwachs beweist eindrucksvoll, was beim Windenergieausbau möglich ist, wenn Politik, die Windenergiebranche und die Genehmigungsbehörden ein gemeinsames Ziel haben.“

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Fehlender Netzausbau bremst Windbranche

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„Der weitere Windenergieausbau im bisherigen Tempo wird kein Selbstläufer werden. Es gibt einige Probleme, die der Windbranche zunehmend große Bauchschmerzen bereiten“, so Vossler.

Dazu zählen nicht nur als Dauerbrenner die maroden Autobahnen und Brücken, die die Transporte der voluminösen Bauteile für die Windenergieanlagen erschweren, verzögern und verteuern. Die in diesem Jahr anstehende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit noch unklarem Ausgang dürfte die finanzielle Absicherung von Investitionen in Erneuerbare Energien und damit den Bau neuer Windparks erschweren.

Inzwischen erweist sich der fehlende Netzausbau als Haupthindernis für den weiteren Ausbau der Windenergie. „Was nutzen uns die vielen, mittlerweile immer schneller erteilten Genehmigungen, wenn die Netze nicht vorhanden sind, um den Strom aufzunehmen?“, klagt Steffen Lackmann, Geschäftsführer der Hellwegwind GmbH mit Sitz in Paderborn. „Seit Jahren mahnen wir den schleppenden Netzausbau an. Während wir als Windbranche gemeinsam mit der Politik die Realisierungszeiten von Windenergievorhaben quasi halbiert haben, ist der Netzausbau komplett verschlafen worden.“

Aus Sicht des LEE NRW werden fehlende Netze und deren schleppender Ausbau zunehmend zur Achillesferse für den weiteren Windenergieausbau.

Beispielshaft verweist der Hellwegwind-Geschäftsführer auf die Situation in Ostwestfalen-Lippe: Zwischen Paderborn und Nordhessen gibt es aktuell die meisten Netzengpässe, die bereits seit 2016 bekannt sind. Der Ausbau der entsprechenden Hochspannungsleitungen ist aber erst für 2030 vorgesehen.

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