Anzeige
Heute ist „Welt-Trinkgeld-Tag“
© NGG | Tobias Seifert
Teilen:

Heute ist „Welt-Trinkgeld-Tag“

Die Gastro-Gewerkschaft (NGG) spricht von rund 6.840 Beschäftigten in Biergärten, Gaststätten, Restaurants und Hotels im HSK.

Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 22:00

Anzeige

Zum „Welt-Trinkgeld-Tag“ heute appelliert die Gastro-Gewerkschaft, NGG, beim Trinkgeld „nicht zu knausrig zu sein“. Nach Angaben der NGG Südwestfalen arbeiten im Hochsauerlandkreis rund 6.840 Beschäftigte in Biergärten, Gaststätten, Restaurants und Hotels. Für sie sei Trinkgeld eine wichtige Zusatzeinnahme. 

Es gelte die Faustregel 10 Prozent von dem Betrag, der auf der Rechnung steht. "15 Prozent dürfen es aber auch sein. Denn Trinkgeld ist für alle Kellnerinnen und Köche im Hochsauerlandkreis wichtig. Immerhin verdienen sie nicht wirklich üppig“, so Isabell Mura, die Geschäftsführerin der NGG Südwestfalen. 

Anzeige

Trinkgeld gehört den Beschäftigten, so die NGG

Anzeige

Wichtig ist der Gastronomie-Gewerkschaft, dass es das Trinkgeld zusätzlich zum Lohn gibt. „Als Bonus für prompten und freundlichen Service und für professionell und lecker gemachtes Essen. Trinkgeld ist Wertschätzung“, so Mura. Die NGG Südwestfalen zeigt deshalb auch allen Gastronomen die Rote Karte, die das Trinkgeld mit dem Lohn verrechnen wollen: „Das ist absolut tabu. Denn Lohn ist Lohn. Und Tip ist Tip“, so Isabell Mura. Gängige Praxis sei, dass das Trinkgeld im Team gerecht geteilt werde. „Auch Küchenhilfen und Minijobber, die im Biergarten aushelfen, sollten nicht leer ausgehen“, so die NGG-Geschäftsführerin. 

Sie rät Gästen, beim Trinkgeld auch nachzufragen. Vor allem bei Kartenzahlung. Gerade dann sollte man sich beim Personal erkundigen, ob das eingezogene Trinkgeld auch tatsächlich beim Service und in der Küche ankomme. Mura sieht Kartenlesegeräte, die das Trinkgeld schon auf dem Display vorschlagen, kritisch: „Es gibt die Auswahl zwischen 5, 10, 15 und manchmal sogar 20 Prozent. Davon seien viele Gäste genervt oder sogar überfordert. Sie drückten dann oft die ‚Kein Trinkgeld‘-Taste.“ Das wiederum habe weder eine gute Küche noch ein guter Service verdient. 

Anzeige

Fast-Food-Ketten

Anzeige

Besonders häufig würden Gäste von Fast-Food-Restaurants in den „Trinkgeld Sparmodus“ schalten: „Rund um Burger, Pizza, Pommes, Hotdog, Chicken Wings, Döner, Currywurst & Co. fällt extrem wenig Trinkgeld fürs Personal ab. Dabei werden gerade die Beschäftigten dort oft alles andere als gut bezahlt“, so Isabell Mura. 

Anzeige

Tarifverhandlungen im Juni

Anzeige

Beim Lohn soll sich für die Beschäftigten schon bald etwas tun. Die NGG will ein Plus von 6 Prozent erreichen. „Das ist genau die Hälfte von dem, was die Gastronomen durch die Reduzierung der Mehrwertsteuer – von 19 auf 7 Prozent – seit Jahresbeginn mehr für sich in der Kasse haben. Und genau diese Hälfte muss den Gastro Beschäftigten gehören: den Köchen und Kellnern genauso wie den Rezeptionistinnen, Barkeepern und Azubis“, sagt Isabell Mura. Dafür werde sich die NGG bei der nächsten Tarifverhandlung mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Mitte Juni stark machen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige