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Herausforderungen für Sauerländer Backhandwerk
© Bäckerei Agethen
Agethen Korn
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Herausforderungen für Sauerländer Backhandwerk

Am Tag des deutschen Brotes machen die Bäckereien im Sauerland auf ihr Angebot aufmerksam.

Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 04:00

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Mehr als 3.000 verschiedene Brotspezialitäten werden deutschlandweit von den Innungsbäckereien angeboten. Mittlerweile gehört die deutsche Brotkultur zum immateriellen Weltkulturerbe und wird heute am Tag des deutschen Brotes besonders gefeiert und seine Bedeutung hervorgehoben.

„Brot verbindet: Ob beim Abendbrot, beim Frühstück oder als Genuss unterwegs, als Grundnahrungsmittel steht es bei vielen täglich auf dem Ernährungsplan und das natürlich nicht nur in Deutschland“, so Bernd Kütscher, Geschäftsführer des Deutschen Brotinstituts.
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70 Bäckereien im Sauerland

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Auch bei uns im Sauerland gibt es zahlreiche besondere Brotsorten, die von den rund 70 Bäckereibetrieben und ihren Filialen angeboten werden. Rund 1.470 Menschen arbeiten zudem in der Region im Bäckereihandwerk. Die Suche nach Nachwuchs gestaltet sich dabei bei vielen Betrieben teilweise als schwierig, etwa wegen der Arbeitszeiten. Deswegen liefen in der Vergangenheit schon mehrere Kampagnen, um Menschen für eine Ausbildung im Bäckereigewerbe zu gewinnen. Außerdem setzen Betriebe immer häufiger auf Menschen mit Migrationshintergrund.

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Konkurrenz durch Discounter

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Um die Bäckereitradition im Sauerland zu bewahren, brauche es aber nicht nur Nachwuchs in den Betrieben, heißt es etwa von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gasstätten (NGG). Auch die Kunden müssten das gut hergestellte Backwerk zu schätzen wissen und die Waren beim Bäcker vor Ort kaufen und nicht z.B. die Fertigwaren in größeren Supermärkten.

„Mit dem Run auf die Brotregale beim Discounter setzen die Menschen die Backtradition aufs Spiel. Schon in den ersten Wochen dieses Jahres sind in vielen Bäckereien im Hochsauerlandkreis weniger Brote und Brötchen, weniger Torten, Kuchen und süße Teilchen über den Verkaufstresen gegangen“, sagt NGG-Sprecherin Isabell Mura.

Das mache Bäckereien wirtschaftlich zu schaffen. Es gehe jetzt darum, den „Trend zur Tradition des Bäckerhandwerks“ neu zu beleben.

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Ausgezeichnete Qualität

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Dass die Backwaren, die im Sauerland angeboten werden, hervorragende Qualität aufweisen, hatte zuletzt eine Brötchenprüfung der Bäcker-Innung Hochsauerland gezeigt, an der elf regionale Bäckereien teilgenommen haben. Ein ausgebildeter Brotprüfer des Deutschen Brotinstituts bewertete über 70 Brötchen mit „sehr gut“ bewertet, 32 wurden sogar mit Gold ausgezeichnet. Das sei Ein starkes Zeichen für echtes Handwerk, Qualität und Leidenschaft aus der Region, heißt es von der Kreishandwerkerschaft Hochsauerland.

Eine der ausgezeichneten Bäckereien im Sauerland ist die Mühlenbäckerei Vielhaber aus Sundern-Stockum. Inhaberin Elisabeth Vielhaber darf sich aktuell Deutschlands Bäckerin des Jahres nennen. Auch sie hebt die Bedeutung von gutem, regionalem Brot hervor:

„Die unterschiedlichen Varianten, die ja auch beim Handwerksbäcker zu finden sind, das ist schon etwas ganz Besonderes, aber auch gleichzeitig etwas, was ich mir jeden Tag kaufen kann, weil es eben zugänglich ist.“ - Elisabeth Vielhaber, Mühlenbäckerei Vielhaber
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Treffpunkt im Ort

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Die Bäckerei vor Ort ist dabei nicht nur ein Geschäft zum Lebensmittelkauf, sondern kann auch ein Treffpunkt für Menschen sein. Um diesen Stellenwert hervorzuheben, gehen einige Bäckereien im Sauerland schon neue Wege und bieten z.B. beim Einkauf das Abheben von Bargeld an.

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