
Die Kleine Arnsberger Karnevalsgesellschaft(KLAKAG) schlägt Alarm. Wenn sich nicht noch mindestens 15 Helfer finden, muss der größte Karnevalsumzug im Hochsauerlandkreis abgesagt werden. Schon im vergangenen Jahr wäre der Lindwurm der Freude fast ausgefallen, weil Steckenposten fehlten. In diesem Jahr habe sich die Situation noch verschärft, sagt Umzugsleiter Dirk Rickert von der KLAKAG. Ein Grund: Das THW darf nur noch Absperrgitter entlang der Strecke aufstellen. Ein Bundeserlass verbiete aber, dass das THW Helfer stellt, um für die Sicherheit des Karnevalsumzugs zu sorgen. Das führt auch dazu, dass der Lindwurm der Freude nicht mehr über den Steinweg und den alten Markt geht. Rickert hat viele Vereine angeschrieben, die Resonanz war gering.
Viel Zeit bleibt dem Umzugsleiter der KLAKAG nicht mehr, um weitere Streckenposten zu gewinnen. Der Karnevalsumzug in der Arnsberger Altstadt soll am 15. Februar auf die Strecke gehen.
Wenig Interesse am Arnsberger Karnevalsumzug in den Dörfern
Nicht nur fehlende Streckenposten sind zunehmend ein Problem beim Arnsberger Karnevalsumzug. Auch melden sich immer weniger Gruppen, die zu Fuß oder mit dem Wagen teilnehmen möchten. In diesem Jahr haben sich bisher 21 Gruppen angemeldet. Ein Drittel davon sind Karnevalsvereine. Ein Grund für die zurückgehende Beteiligung seien die hohen Kosten für den Wagenbau. Früher hätte die KLAKAG Geld dazu gegeben. Das ließen die geschrumpften finanziellen Mittel der Arnsberger Karnevalisten nicht mehr zu, so der Umzugsleiter. Allein das mittlerweile verpflichtende Brauchtums-TÜV-Gutachten koste pro Wagen 125 Euro. Das schrecke ab.
Dirk Rickert kritisiert auch das zurückgehende Interesse am Karnevalsumzzug in den Arnsberger Dörfern. Menschen aus Rumbeck, Oeventrop oder Voßwinkel würden sich kaum noch beteiligen. Weder am Umzug selber, noch als Streckenposten. Über die Vereine habe er bisher nur wenige Rückmeldungen bekommen. Dabei sei der Karnevalsumzug ein Ereignis für die ganze Stadt.
Wer beim Umzug in Arnsberg helfen möchte, kann sich direkt bei Dirk Rickert unter dirk-rickert@gmx.de melden.