
Nachdem sich in den Kommunen im Hochsauerlandkreis die neugewählten Räte und Gremien konstituiert haben, nehmen sie aktuell nach und nach ihre politische Arbeit auf und müssen sich dabei direkt mit einem wichtigen Thema auseinandersetzen: dem Geld. Nachdem in dieser Woche z.B. schon im Hallenberger Stadtrat und im Bestwiger Gemeinderat die jeweiligen Haushaltsentwürfe eingebracht worden sind, hat das gestern auch Schmallenbergs Bürgermeister Johannes Trippe getan.
23 Millionen Euro Investitionen geplant
In seiner Rede zur Einbringung des Haushalts kündigte er für das kommende Jahr u.a. Investitionen in die Infrastruktur, die Wasserversorgung, die Sanierung von Kunstrasenplätzen sowie in die Erschließung von Bau- und Gewerbeflächen an, für die insgesamt gut 23 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. „Mit der Erweiterung des Schulzentrums Schmallenberg und den notwendigen Investitionen in den Gerätehäusern unserer freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet stehen uns zusätzlich außerordentliche finanzielle Belastungen in den nächsten Jahren, auch über diese Wahlperiode hinaus, ins Haus“, so Trippe. In Summe rechnet die Schmallenberger Verwaltung für 2026 mit Ausgaben von gut 90 Millionen Euro, denen rund 84 Millionen Euro Einnahmen gegenüberstehen sollen.
Einsparungen angekündigt
Der daraus resultierende Fehlbetrag in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro stelle eine noch nie dagewesene Größenordnung in einem Haushalt der Stadt Schmallenberg dar, so Stadtkämmerer Andreas Plett. Er kündigte an, dass das Minus durch Rücklagen ausgeglichen werden könne, das dadurch aber der finanzielle Spielraum der Stadt immer kleiner werde. Bis 2029 s0ollen sich die Fehlbeträge nach Schätzung von Plett auf 28,4 Millionen Euro aufsummieren, was den vollständigen Verzehr der Rücklagen zur Folge hätte. „Letztendlich werden wir allein schon deswegen zu notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen gezwungen“, so Plett. Eine Maßnahme, um das zu erreichen, sollen Einsparungen beim Personal sein, weswegen für 2026 keine neue Stellenbesetzungen in Schmallenberg geplant sind. Auch die angekündigten Investitionen werden wohl kleiner ausfallen als ursprünglich noch geplant, zunächst war die Verwaltung davon ausgegangen etwa 28 Millionen Euro auszugeben.