
Die Geschichts-AG des Carolus-Magnus-Gymnasiums Marsberg führt gemeinsam mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold ein Projekt zur Geschichte eines Trafoturms an seinem ehemaligen Standort In der Marsch (Marsberg) durch. Die Geschichts-AG sucht Personen, die eigene Erinnerungen an das Bauwerk haben. Die Ergebnisse fließen in eine Ausstellung ein, die ab Ende März 2026 im LWL-Freilichtmuseum Detmold (Kreis Lippe) gezeigt werden soll.
Die Schüler:innen der Geschichts-AG möchten Interviews mit Zeitzeug:innen führen, die den Trafoturm aus eigener Erfahrung kennen. Dazu zählen Personen, die dort gearbeitet haben, in der Umgebung lebten oder sich aus ihrem Alltag an den Turm erinnern. Auch privates Quellenmaterial, wie Fotografien oder Dokumente, sind für das Projekt von Interesse.
Ziel ist es, persönliche Erinnerungen dauerhaft zu sichern und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die gesammelten Erinnerungen sollen den historischen Kontext durch persönliche Perspektiven ergänzen. "Uns interessieren persönliche Erfahrungen mit dem Trafoturm", erklären die Schüler:innen der Geschichts-AG. "Mit den Interviews möchten wir zeigen, welche Bedeutung er für das Leben vor Ort hatte."
Marsberger Trafoturm steht im "Sauerländer Dorf"
Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold. Dort ist der Trafoturm mittlerweile Teil der Dauerausstellung im Freigelände des Museums. An seinem Standort im "Sauerländer Dorf" steht er exemplarisch für den Beginn einer flächendeckenden Versorgung mit Elektrizität in den 1920er Jahren. Der Trafoturm stand seit 1924 In der Marsch in Marsberg, in der Nähe des damaligen Sägewerks. Heute liegt dort der Bahnhof Marsberg. Im Jahr 1997 wurde der Turm abgebaut und im LWL-Freilichtmuseum Detmold wieder aufgebaut.
Die Interviews beginnen ab Mitte Februar 2026 und finden nach individueller Terminabsprache statt. Interessierte Personen können sich bei der Geschichtslehrerin und Leiterin der Geschichts-AG, Laura Uffenwasser, melden unter laura.uffenwasser@gymnasium-marsberg.eu.