
Das Gymnasium Petrinum in Brilon wird erweitert. Bürgermeister Dr. Christof Bartsch hat mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und der beiden Schulleitungen des Gymnasiums Petrinum und der Heinrich-Lübke Sekundarschule gestern den Grundstein des „Neubau-Cluster Gymnasium Petrinum“ gelegt.
Die Stadt Brilon saniert und erweitert das Briloner Schulzentrum. 45 Mio. € brutto werden investiert. Der offizielle Spatenstich nach zweieinhalbjähriger Planung für die Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums war am 14.11.2024.
PCB Belastung
Auslöser für die umfangreichen Planungen war eine im Jahr 2018 festgestellte Schadstoffbelastung durch PCB im Schulzentrum, so die Stadt. Im September 2022 stellte die Verwaltung dem Briloner Rat das Konzept für einen Teilneubau sowie die Sanierung des künftigen gemeinsamen Schulzentrums von Petrinum und Heinrich-Lübke-Schule vor. Es wurde die Grundlage für ein modernes Schulzentrum geschaffen, das sich in seiner Struktur an einem Campus orientiert und Elemente einer Universität oder Hochschule aufgreift, so die Stadt Brilon. Ziel sei es, eine zukunftsfähige Lernumgebung zu schaffen, die pädagogische Innovationen fördert und den Schülerinnen und Schülern optimale Bedingungen bietet.
Im Zuge des Projekts werden Teile des Erd- und Obergeschosses zurückgebaut. Es entsteht ein neuer Verwaltungsbereich, der als Anbau direkt an die bestehende Pausenhalle anschließt. Gleichzeitig wird der Altbestand unter Einbeziehung der vorhandenen Treppenhäuser in Holzbauweise aufgestockt. In dieser Aufstockung findet künftig das Oberstufenhaus der Sekundarstufe II seinen Platz. Ergänzt wird der Bestand mit einem dreigeschossigen Neubau für die Sekundarstufe I mit sechs Jahrgangsstufenclustern zur Straßenseite hin.
Neue Bibliothek mit Selbstlernzentrum
Die neue Bibliothek mit integriertem Selbstlernzentrum wird vor der Aula errichtet. Sie dient auch als architektonische Verbindung zwischen dem Petrinum und der benachbarten Sekundarschule.
Mit dem jetzt begonnenen dreigeschossigen Neubau schafft die Stadt einen zukunftsorientierten Lernort, der höchsten pädagogischen und baulichen Anforderungen gerecht wird, heißt es.
Herzstück des Gebäudes sind moderne Cluster-Bereiche, die jeweils mehrere Klassen- und Funktionsräume zu einer gemeinsamen Lernlandschaft bündeln. Diese räumliche Struktur ermöglicht flexible Unterrichtsformen, fördert individualisiertes Lernen und stärkt die Zusammenarbeit der Jahrgangsteams. Ergänzende Lernzonen, Rückzugsbereiche und offene Kommunikationsflächen schaffen ein Lernumfeld, das sich den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anpasst.
In jedem Geschoss entstehen zwei „Gemeinsame Mitten“ mit jeweils rund 175 Quadratmetern Fläche. Diese offenen Lernbereiche bilden die zentralen Elemente der Clusterschulung und werden von Arbeits- und Differenzierungsräumen umgeben.
Im Zentrum des Gebäudes, unmittelbar an den Haupteingang anschließend, sind verschiedene
Funktions- und Serviceräume. Dazu zählen Technik- und Besprechungsräume, Beratungsräume für die Jahrgangsstufen sowie Räume für Schulsozialarbeit, Studien- und Berufsorientierung. Der Neubau ist barrierefrei und bekommt einen Aufzug, der alle Geschosse miteinander verbindet. Das Schullogo des Petrinums wird auf der Süd-Ost Fassade angebracht.