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Grüne Woche: Mutterkuhhalter aus dem HSK sind dabei
© Mutterkuhhalter NRW/instagram
Kuh mit ihrem Kalb
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Grüne Woche: Mutterkuhhalter aus dem HSK sind dabei

Heute startet die Grüne Woche in Berlin. Am NRW-Stand sind auch Mutterkuhhalter aus dem Sauerland und machen auf ihre Belange aufmerksam

Veröffentlicht: Donnerstag, 15.01.2026 23:50

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Kühe mit ihren Kälbchen auf der Weide. Das ist ein typisches Bild im Sauerland. Damit das so bleibt, hat sich vor ein paar Jahren der Verein der MutterkuhhalterNRW gegründet. Im Hochsauerlandkreis hat er knapp 100 Mitglieder. Der Verein setzt sich für eine tiergerechte, nachhaltige und naturnahe Mutterkuhhaltung ein. Auf der Grünen Woche in Berlin vom 16. - 25. Januar wollen die Mutterkuhhalter für ihre Belange werben. Mit dabei ist auch Thomas Wiese aus Schmallenberg-Sögtrop. Er ist 1. Vorsitzender des Vereins der Mutterkuhhalter NRW. Der Stand auf der Grünen Woche ist in Schichten besetzt, weil er und die anderen Landwirte ihre Tiere versorgen müssen und nicht einfach 10 Tage freinehmen können, so Wiese.

In Berlin sind viele Gespräche mit Politikerinnen und Polikern geplant. Auch im Bundestag. Dabei wollen die Mutterkuhhalter um Unterstützung und Verständnis werben.

Auch der Wolf ist bei den Weidetierhaltern aus dem Sauerland ein wichtiges Thema. "Wenn sich der Wolf sich im Sauerland festsetzt, bedeutet das auf Dauer das Ende der Weidetierhaltung", sagt Wiese. Das hätte Auswirkungen auf viele Bereiche, auch auf den Tourismus. Mittelgebirge ohne Weidetierhaltung sei undenkbar. Das Landwirtschaftsministerium hat jetzt das Wolfsmanagement in NRW vom Ministerium für Umwelt- und Naturschutz übernommen.

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Die Ziele der Milchkuhhalter NRW

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Der Mutterkuhhalter NRW e. V. ist ein eingetragener Verein, der seine Aufgabe in der Stärkung und Förderung einer tiergerechten, nachhaltigen und naturnahen Mutterkuhhaltung in Nordrhein-Westfalen sieht. Die Mutterkuhhaltung als besonderes Haltungskonzept vereint dabei zentrale gesellschaftliche Ziele: sie fördert das Tierwohl, trägt zur Erhaltung offener Kulturlandschaften, zur Biodiversität und zum Artenschutz bei und leistet einen Beitrag zu einer ökologisch tragfähigen Weide- und Grünlandnutzung.

Die Mitglieder des Vereins repräsentieren eine große Vielfalt an landwirtschaftlichen Betrieben – von kleineren Nebenerwerbsbetrieben bis hin zu größeren Vollerwerbsbetrieben, sowohl konventionell als auch biozertifiziert. Was sie eint, ist die Überzeugung, dass die Mutterkuhhaltung durch ihre extensiven Weidesysteme und die natürliche Tier-Nahrung nicht nur hohen Ansprüchen an artgerechte Tierhaltung gerecht wird, sondern gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Landschafts- und Umweltschutz ausübt.

Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit

Zentrales Anliegen des Vereins ist es, Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten: gegenüber der Ernährungswirtschaft, Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie politischen Entscheidungsträgern. Durch Information und Transparenz soll ein umfassendes Verständnis für die Leistungen der Mutterkuhhaltung geschaffen werden – insbesondere hinsichtlich Tierwohl, Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Fleischqualität. Dadurch sollen nicht nur bewusstere Konsumentscheidungen unterstützt, sondern auch angemessene Preise in der gesamten Wertschöpfungskette erreicht werden.

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit besteht darin, Mutterkuhhaltung in der öffentlichen Wahrnehmung als wichtigen Bestandteil einer nachhaltig ausgerichteten Landwirtschaft in NRW zu etablieren. Hierzu gehören auch praxisorientierte Maßnahmen und Aktivitäten, wie die Teilnahme an der Grünen Woche und das Bereitstellen von Informationsmaterialien für verschiedene Zielgruppen.

Tiere bleiben auf der Weide

Die Mutterkuhhaltung selbst zeichnet sich durch eine besonders naturnahe Form der Rinderhaltung aus: Die Tiere bleiben lange im Herdenverband auf Weiden, Mutter und Kalb verbringen mehrere Monate gemeinsam, und die Nutzung regionaler Futtermittel unterstützt einen ressourcenschonenden Betrieb. Diese Haltung trägt zur Gesundheit und Vitalität der Tiere bei und erfüllt zeitgleich moderne Anforderungen an nachhaltige Landwirtschaft.

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