
Großer Erfolg für das Hospizprojekt Tobit im Rumbecker Holz: Der Lions Club Neheim-Hüsten spricht von einer überwältigenden Resonanz auf seinen Spendenaufruf. Dank der Unterstützung von Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen wird die Lions Club International Foundation, kurz LCIF, jetzt 150.000 Dollar für das Projekt auszahlen. Das ist nach Angaben des Clubs die maximal mögliche Förderung. Die Stiftung verdoppelt damit die gesammelten Spenden des örtlichen Lions Clubs Neheim-Hüsten.
Lions Club dankt Unterstützern aus der Region
Der Lions Club Neheim-Hüsten bezeichnet das Erreichen der Fördersumme als Gemeinschaftsleistung. Die große Spendenbereitschaft in der Region habe den entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass die maximale Unterstützung für das Projekt gesichert werden konnte.
Als Zeichen des Dankes ist für Donnerstagabend eine Feierstunde mit Spendenübergabe geplant. Dabei soll auch die finale Spendensumme in einem würdigen Rahmen an die Hospizstiftung übergeben werden.
Benefizkonzert brachte zusätzliche Unterstützung
Bereits am Dienstag hatte es zuletzt zur Unterstützung des Projekts ein Benefizkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr gegeben. Auch diese Veranstaltung war Teil der Bemühungen, Spenden für das neue Hospiz zu sammeln und Aufmerksamkeit für das Vorhaben zu schaffen.
Neues Hospiz entsteht hinter Klostereichen
Das neue Hospiz soll hinter dem Seniorenhaus Klostereichen im Rumbecker Holz gebaut werden. Geplant ist ein eingeschossiges Gebäude mit acht Gästezimmern. Auch der Außenbereich soll nachhaltig gestaltet werden, unter anderem mit Dachbegrünung und Photovoltaik.
Im Inneren ist ein freundliches Ambiente vorgesehen, das sich an der bereits bestehenden Einrichtung in Arnsberg orientiert. Ein großer Gemeinschaftsraum mit Sitzecken und Küche soll als Ort der Begegnung dienen. Zusätzlich ist ein Raum der Stille geplant, in dem Gäste und Angehörige Rückzug finden und Abschied nehmen können.
Caritas will Angebot an Hospizplätzen verdoppeln
Hinter dem Projekt steht der Caritasverband Arnsberg-Sundern. Er will sein Angebot an stationären Hospizplätzen verdoppeln. Bislang betreibt der Verband das Hospiz Raphael im Zentrum von Arnsberg mit acht Plätzen. Nach Angaben des Caritasverbands übersteigt die Zahl der Anfragen das vorhandene Angebot seit Jahren deutlich.
Mit dem Neubau im Rumbecker Holz sollen deshalb weitere acht stationäre Hospizplätze entstehen. Die bestehende Einrichtung in Arnsberg bleibt dabei unabhängig erhalten.
Baukosten bei rund 2,3 Millionen Euro
Die Kosten für den Neubau werden mit rund 2,3 Millionen Euro angegeben. Partner bei der Finanzierung ist die Hospizstiftung Arnsberg-Sundern. Sie will das Projekt mit 2 Millionen Euro unterstützen und hat dafür ihre Spendenaktivitäten ausgeweitet.
Kein Eigenanteil für Gäste geplant
Caritasverband und Hospizstiftung betonen, dass im neuen Hospiz derselbe hohe Standard gelten soll wie im Hospiz Raphael. Dazu gehören neben einer hochwertigen pflegerischen und medizinischen Versorgung auch ein angenehmes Umfeld und ein wichtiges Prinzip: Für Gäste soll kein Eigenanteil anfallen.
Der Caritasverband weist darauf hin, dass Hospize gesetzlich einen Teil ihrer Kosten selbst decken müssen. Ohne die Unterstützung der Hospizstiftung und vieler Menschen aus der Region sei das nicht möglich.