
Rund um Grönebach sind aktuell 11 Windräder geplant. Sie sollen auf drei Windvorrangzonen des Regionalplanes „Wagenschmier/Böhl“, „Hillekopf“ und „Rimberg“ gebaut werden. Einwohner des Naturdorfs befürchten deshalb enorme Eingriffe in die Natur, Baubelastung, Mikroplastik und später Schattenwurf, Infraschall, Austrocknung des Bodens durch veränderte Strömungsverhältnisse rund um die Windanlagen und vieles mehr. Auch Auswirkungen auf den Tourismus und besonders der Wertverlust von Bestandsimmobilien sowie der Finanzierung neuer Wohnhäuser könnten negative Folgen für die Zukunftsfähigkeit Grönebachs haben. 20 Grönebacher wollen jetzt in drei Arbeitsgruppen die Sorgen, Interessen und Forderungen der Einwohner sammeln. Die neu gegründete Arbeitsgruppe Windkraft Grönebach will die Punkte dann in einer Bürgerversammlung im Januar vortragen. "Es geht schlichtweg um die Zukunft von Grönebach, um eine attraktive Lebensqualität sowie letztendlich um eine weiterhin intakte Dorfgemeinschaft. Aber auch um gute Perspektiven für die Kinder und die Jugendlichen, die auch zukünftig in Grönebach wohnen wollen", heißt es von der Arbeitsgruppe. Sie lehnt die Windkraft nicht gänzlich ab, sondern möchte die Windräder möglichst auf eine Fläche reduzieren.
Flächen für Windenergieanlagen waren frühzeitig von Grundbesitzern verpachtet
Die Flächen, auf denen die Windparks gebaut werden sollen, sind von Einheimischen Forstinteressenten an die Investoren verpachtet worden. Erst im Oktober 2025 sickerte das in Grönebach durch. Der Vorwurf: Einige Wenige, nämlich die Forstinteressenten, hätten den Ort im Geheimen verkauft. Das führe dazu, dass nur wenige Einheimische reich werden, aber alle anderen Einwohner die Belästigungen ertragen müssen. Aus Enttäuschung über
das Vorgehen der Forstinteressenten hat sich jetzt die Arbeitsgruppe Windkraft Grönebach gegründet.