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Gleitschirmflieger mit Appell an Mescheder Politik
© SauerlandAir e.V.
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Gleitschirmflieger mit Appell an Mescheder Politik

Der Verein SauerlandAir möchte den Bau eines Windrades bei Meschede-Wallen verhindern

Veröffentlicht: Dienstag, 23.06.2026 05:10

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In Meschede gibt es Streit um einen geplanten Windpark. Der Verein Sauerlandair bittet die Politik, ihre Zustimmung zu einer Beteiligung an dem Projekt in Wallen an eine Bedingung zu knüpfen: Das geplante Windrad Nummer drei soll nicht am vorgesehenen Standort gebaut werden. Heute entscheidet der Finanzausschuss Meschede über die Erhöhung des Stammkapitals der Hochsauerlandwasser GmbH und die Beteiligung an der Windpark Meschede-West GmbH. Dadurch will die Stadt an den Erträgen aus Windkraft teilhaben. Insgesamt sollen im geplanten Windpark bei Wallen 7 Windräder gebaut werden.

Die Gleitschirmflieger haben Sorge, dass sie nach dem Bau ihren Sport nicht mehr ausüben können. Ihr Startplatz liegt oberhalb von Eslohe-Wenholthausen auf der Markshöhe.

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Sorge um Verlust des Fluggebiets

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Nach Ansicht des Vereins hätte die Entscheidung, den Windpark so wie geplant zu bauen, direkte Folgen für eines der bekanntesten Fluggebiete der Region. SauerlandAir erklärt, dass das geplante Windrad nach derzeitigem Stand direkt an der Flugroute liegen würde. Dadurch sei der Gleitschirm- und Drachenstartplatz auf der Markshöhe aus Sicht der Betroffenen in Gefahr. Das Gelände gehört dem Verein selbst. Die Mitglieder fürchten, dass sie ihren Startplatz am Ende aufgeben müssten.

Für die Gleitschirmflieger geht es dabei nicht nur um einen Ort für ein Hobby. Sie haben Sorge, dass ein gewachsenes und überregional wichtiges Fluggebiet verloren geht. Aus ihrer Sicht steht damit ein Stück Freizeit, Sport und regionaler Identität auf dem Spiel.

Kritik gibt es auch am Ablauf der Planungen. Der Verein wirft den Verantwortlichen vor, die Öffentlichkeit bisher nicht ausreichend informiert zu haben. Viele Bürger hätten erst über Medienberichte oder eigene Kampagnen von dem Vorhaben erfahren. Gespräche mit Verantwortlichen hätten nach Darstellung des Vereins keine Lösung gebracht.

Juristische Auseinandersetzung läuft noch

Auch juristisch ist der Konflikt nicht beendet. Zwar wurde ein Eilantrag abgelehnt, das eigentliche Verfahren läuft aber weiter. Der Verein will an seinem Rechtsweg festhalten. Die Mitglieder halten die Annahme, das Fluggebiet könne trotz des Windrads erhalten bleiben, für lebensfremd.

Gleichzeitig betonen die Gleitschirmflieger, dass sie nicht grundsätzlich gegen die Energiewende sind. Sie schlagen vor, den Standort des Windrads zu verlegen oder an dieser Stelle eine andere technische Lösung zu prüfen, zum Beispiel einen Batteriespeicher. So könne aus ihrer Sicht erneuerbare Energie ausgebaut werden, ohne das Fluggebiet zu gefährden.

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Gleitschirmflieger mit Appell an Mescheder Politik
© Stadt Meschede
Geplanter Windpark in Meschede-Wallen
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