
In Arnsberg sollen Anfang 2027 noch etwa 520 Plätze für Geflüchtete zur Verfügung stehen. Anfang 2025 waren es 844. Während es für geflüchtete Menschen in Arnsberg genügend Unterkünfte gibt, sind die städtischen Obdachlosenunterkünfte fast voll. Über diese Entwicklung informiert die Verwaltung heute den Ausschuss für Soziales und Beschäftigung.
Weniger Mietobjekte, mehr eigene Unterkünfte
Nach Beginn des Kriegs in der Ukraine hatte Arnsberg zusätzliche Unterkünfte angemietet. Die Zahl der Plätze stieg von 253 Anfang 2022 auf 844 Anfang 2025. Anfang dieses Jahres waren es noch 753. Die Stadt will Mietverträge schrittweise auslaufen lassen und stattdessen eigene Gebäude sanieren oder ausbauen.
Bis zum Jahresende laufen weitere Mietverhältnisse für derzeit rund 180 Plätze aus. Dazu gehört auch der Wohncontainer an der Hellefelder Straße 122. Zugleich entstehen neue Plätze: Am Schleifmühlenweg soll noch in diesem Jahr eine Unterkunft mit zwölf abgeschlossenen Wohnungen für bis zu 60 Menschen fertig werden. Die Sanierung der Unterkunft am Berliner Platz soll im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Dort werden Wohneinheiten mit eigenen Küchen und Bädern eingerichtet.
Derzeit leben 379 Geflüchtete in städtischen Unterkünften. Bleibt diese Zahl gleich, wären die für Anfang 2027 geplanten 520 Plätze zu rund 73 Prozent belegt. Nach Einschätzung der Verwaltung könnten die Unterkünfte dauerhaft noch etwa 60 weitere Geflüchtete aufnehmen. Nur in einer Ausnahmesituation wäre vorübergehend Platz für etwa 140 zusätzliche Menschen.
Obdachlosenunterkünfte in Arnsberg nahezu voll
Angespannter ist die Lage bei der Unterbringung obdachloser Menschen: An vier Standorten gibt es insgesamt 80 Plätze, von denen derzeit 73 belegt sind. Weitere 13 obdachlose Menschen wohnen bereits in Unterkünften für Geflüchtete, damit die Obdachlosenunterkünfte nicht überbelegt werden.
Die bisherige Obdachlosenunterkunft an der Hammerweide 6 bis 8 kann wegen ihres baulichen Zustands nicht länger genutzt werden. Ihre Bewohnerinnen und Bewohner sollen vorübergehend in ein anderes Gebäude an der Hammerweide umziehen. Für das Frühjahr 2027 ist der Abriss der alten Unterkunft geplant. Anschließend soll an derselben Stelle ein Neubau aus vorgefertigten Bauteilen entstehen.