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Genbank in Arnsberg bewahrt biologische Vielfalt
© Karin Müller/ Wald und Holz NRW
Blick in die Genbank mit Dr. Marius Zimmermann vom Zentrum für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg
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Genbank in Arnsberg bewahrt biologische Vielfalt

In der Genbank des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg lagern über 100 Saatgutpartien von rund 40 verschiedenen Baum- und Straucharten.

Veröffentlicht: Freitag, 22.05.2026 08:34

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Die Genbank des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg bewahrt wertvolle Baum- und Straucharten für künftige Generationen. Darauf weist der Landesbetrieb Wald und Holz heute am Welttag der Biodiversität hin. Die Sicherung der biologischen Vielfalt sei eine zentrale Voraussetzung für stabile, anpassungsfähige und artenreiche Wälder der Zukunft.

Der Erhalt und die Förderung der genetischen Vielfalt unserer heimischen Baum- und Straucharten ist eine zentrale Aufgabe des Sachgebiets Forstgenetik und -vermehrungsgut im Zentrum für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg, der Einrichtung für Forschung und Wissenstransfer von Wald und Holz NRW.

Die Arnsberg Genbank bewahrt Saatgut oder Pflanzenteile unter kontrollierten Bedingungen – meist bei konstanten Minusgraden - langfristig auf. Dafür stehen zwei Kühlzellen mit Temperaturen von –5 °C und –18 °C zur Verfügung. Die Fachleute behandeln und lagern das Saatgut jeder einzelnen Baum- oder Strauchart unterschiedlich, um seine Qualität möglichst lange zu erhalten.

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Wertvolle Samen für kommende Generationen

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In der Genbank lagern derzeit über 100 Saatgutpartien von rund 40 verschiedenen Baum- und Straucharten. Dazu zählen seltene heimische Gehölze wie Wildbirne oder Speierling, aber auch wichtige Hauptbaumarten wie Rotbuche oder Kiefer. Jede Saatgutpartie repräsentiert dabei eine bestimmte Herkunft oder Population und bewahrt damit wertvolle genetische Eigenschaften für zukünftige Generationen.

Bis Saatgut eingelagert werden kann, ist es ein weiter Weg. Zunächst muss es gezielt und artspezifisch zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden – häufig in großen Höhen oder nur in Jahren mit ausreichendem Fruchtbehang. Anschließend werden die Früchte oder Zapfen bedarfsgerecht aufbereitet und das reine Saatgut auf eine spezifische Feuchte zurückgetrocknet. Im Labor folgt dann die Qualitätsanalyse, bevor das Saatgut schließlich unter kontrollierten Bedingungen langfristig eingelagert werden kann.

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Saatgut muss regelmäßig kontrolliert und erneuert werden

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Die Arbeit endet nicht mit der Einlagerung. Das Saatgut wird regelmäßig kontrolliert und erneut auf seine Keimfähigkeit getestet. Je nach Art und Partie ist es unterschiedlich lange lagerfähig. Die älteste Partie in der Genbank stammt aus dem Jahr 1973 – eine Fichtenpartie aus dem Oberen Sauerland.

„Sobald die Qualität nachlässt, werden die Partien ausgesät, um daraus neue Pflanzen anzuziehen und standortgerechte Bestände zu etablieren. Parallel dazu wird erneut Saatgut derselben Art oder Population gewonnen und wieder eingelagert“, erläutert Dr. Marius Zimmermann, Leiter des Sachgebiets Forstgenetik und -vermehrungsgut im Zentrum für Wald- und Holzwirtschaft. „Die Genbank unterliegt damit einem kontinuierlichen Kreislauf aus Ernte, Prüfung, Lagerung, Aussaat und erneuter Sicherung genetischer Ressourcen – mit dem Ziel, wertvolle Gehölzarten auch für kommende Generationen zu erhalten“, so Zimmermann.

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Welttag der Biodiversität macht Bedeutung genetischer Vielfalt sichtbar

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Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt, auch Welttag der Biodiversität genannt, wird jährlich am 22. Mai begangen. Er wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt und ihren Schutz aufmerksam zu machen. Neben der Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten gehört dazu auch die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten. Gerade im Wald ist sie von entscheidender Bedeutung: Nur genetisch vielfältige Bestände können sich langfristig an veränderte Umweltbedingungen wie Trockenheit, Hitze oder neue Schadorganismen anpassen. Mit dem Betrieb der Genbank leistet das Sachgebiet Forstgenetik und -vermehrungsgut einen wichtigen Beitrag zum Erhalt widerstandsfähiger Wälder und zur Sicherung biologischer Vielfalt.


Quelle: Wald und Holz NRW

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