
Im Moment hat noch nicht mal die Hälfte der Haushalte im Hochsauerlandkreis superschnelles Internet. Das soll sich ändern. Vier weitere HSK-Kommunen haben jetzt die Förderbescheide von der Bezirksregierung für den weiteren Breitbandausbau bekommen: Brilon, Marsberg, Meschede und Sundern.
In Brilon und Meschede werden fast drei Millionen Euro investiert, in Marsberg und Sundern sind es jeweils etwa 5,3 Millionen Euro. 50 Prozent davon fördert der Bund und 30 Prozent das Land, womit für die Kommune ein Eigenanteil von 20 Prozent verbleibt.
Der Ausbau richtet sich gezielt an unterversorgte Gebiete, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen in den kommenden Jahren nicht geplant ist. Die Maßnahmen sollen in Sundern noch in diesem Jahr und in den anderen Städten in 2027 starten. Der Abschluss ist für spätestens 2029 vorgesehen.
Aktuell sind 41,46 Prozent aller Adressen im Hochsauerlandkreis mit Glasfaser versorgt. Ein Viertel der Adressen wurden durch Fördermaßnahmen ausgebaut und drei Viertel durch den Eigenausbau der Telekommunikationsunternehmen. 97 Prozent von 127 Schulen verfügen bereits über Glasfaser.
"Gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land"
Sunderns Bürgermeisterin Dr. Jaqueline Bila und ihre Amtskollegen Dr. Christof Bartsch (Brilon) und Matthias Koch (Marsberg) sowie der stellvertretende Bürgermeister Martin Eickelmann (Meschede) freuten sich über den Förderbescheid: "So gelangt der Ausbau gezielt in die Bereiche, die bislang noch nicht über eine ausreichende Internetgeschwindigkeit verfügen. Für unseren ländlichen Raum ist das ein wichtiger Schritt für gleichwertige Lebensverhältnisse und die Zukunftsfähigkeit." Auch Regierungspräsident Heinrich Böckelühr betonte: "Das Land NRW unterstützt den Glasfaserausbau, um die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen sicherzustellen. Ich freue mich, dass jetzt vier weitere Kommunen im Hochsauerlandkreis von dieser Unterstützung profitieren."