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Eine Person tippt auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur
© Philip Dulian/dpa
Mails mit ungewöhnlichen Geldforderungen können auf einen fremden Kontozugriff hinweisen.
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Gehacktes Mailkonto: Ein Passwortwechsel ist nicht genug

Ein geändertes Passwort allein reicht nach einem erfolgreichen Angriff auf das Mailkonto oft nicht aus. Welche versteckten Zugänge und Einstellungen Sie im Ernstfall unbedingt kontrollieren sollten.

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Angreifer liest weiter mit

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Berlin (dpa/tmn) - Familie, Freunde oder Kollegen rufen an, weil sie seltsame Mails mit der Bitte um Geld erhalten haben, die offenbar von einem selbst stammen. Dann oder bei ähnlich verdächtigen Nachrichten ist höchste Alarmbereitschaft geboten. Denn wahrscheinlich haben Angreifer Zugriff aufs eigene Postfach erlangt.

Die meisten werden dann vermutlich richtig reagieren: Passwort ändern, den Virenscanner eine vollständige Prüfung durchführen lassen. Nur die wenigsten werden aber wahrscheinlich wissen, dass der Passwortwechsel nur der erste Schritt war, berichtet der IT-Sicherheitsforscher Mike Kuketz in seinem Blog. 

In den Einstellungen sollte man demzufolge unbedingt auch folgende fünf Punkte kontrollieren:

Automatische Weiterleitungen

Haben die Angreifer Weiterleitungen aktiviert, können sie jede Mail weiterhin problemlos mitlesen. Denn dazu müssen sie noch nicht einmal mehr Zugriff aufs Konto haben, sie erhalten die Nachrichten ganz einfach per Mail weitergeleitet.

Filterregeln

Die Angreifer könnten Filteregeln eingerichtet haben, die dafür sorgen, dass der Nutzer Sicherheits-Warnmeldungen gar nicht erst zu Gesicht bekommt. Alles Mails mit Begriffen wie beispielsweise Sicherheitswarnung, Anmeldung und Bestätigungscode könnten so automatisch und vom Nutzer ungesehen automatisch in den Archivordner verschoben werden.

Aktive Sitzungen

Sicherheitshalber alle aktiven Sitzungen beenden.

Verbundene Anwendungen und Dienste

Alle Verknüpfungen, die man selbst nicht eingerichtet hat, entfernen.
Hinterlegte Wiederherstellungsoptionen: Tauchen dort E-Mail-Adressen auf, die man selbst nicht festgelegt hat, stattdessen wieder die eigenen Adressen eintragen.

Ausmaß

Unbedingt prüfen, ob neben dem E-Mail-Account möglicherweise noch weitere Konten betroffen sind.

Checkliste mit Tipps - auch zur Prävention

Diese und weitere Tipps haben das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) für den Ernstfall in einer Checkliste zusammengefasst. Die Liste, die als PDF heruntergeladen werden kann, gibt darüber hinaus auch noch viele Ratschläge, um gehackten Accounts vorzubeugen.

Dazu zählt etwa die Empfehlung, das E-Mail-Konto mit einem starken Passwort in Kombination mit der Zwei-Faktor-Authentisierung zu schützen - oder alternativ mit Passkeys. Dabei handelt es sich um ein einfach zu handhabendes, sicheres und passwortloses Anmeldeverfahren, das im Hintergrund mit kryptografischen Schlüsseln arbeitet.

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© dpa-infocom, dpa:261014-930-839934/1
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