Anzeige
Gefährden Windräder militärische Tiefflüge?
Teilen:

Gefährden Windräder militärische Tiefflüge?

Windräder und Tiefflüge: Kreistagsmitglied Sebastian Vielhaber von den Freie Wählern im HSK fordert eine Prüfung für das Sauerland

Veröffentlicht:

Anzeige

Sebastian Vielhaber aus Winterberg, Kreistagsmitglied der freien Wähler, fordert eine Gesamtprüfung der Windenergieanlagen im militärischen Tieffluggebiet Low Flying Area(LFA) 3. Dazu gehören auch Teile des Sauerlandes. In einem offenen Brief an den Petitionsausschuss des Bundestages fragt er, ob bestehende und geplante Anlagen die Flugsicherheit und die Ausbildung der Bundeswehr beeinträchtigen könnten.

Anzeige

Blick auf alle Anlagen statt nur auf einzelne Vorhaben

Anzeige

Vielhaber verweist besonders auf Windenergievorhaben bei Winterberg sowie rund um Niedersfeld, Silbach, Siedlinghausen und Züschen. Einige Anlagen seien mehr als 200 Meter hoch. Er will wissen, ob die Bundeswehr bei ihren Stellungnahmen zu Genehmigungsverfahren nur einzelne Windräder bewertet oder auch berücksichtigt, wie sich die Hindernisse im gesamten Gebiet summieren.

Konkret bittet Vielhaber um eine Prüfung der Bereiche Nordhelle/Blasius zwischen Silbach, Siedlinghausen und Niedersfeld sowie Franzosenkreuz/Lagerstein bei Züschen. Dabei sollten nach seiner Auffassung auch die Höhenunterschiede im Gelände, die Rotorblätter und die Abstände zwischen den Anlagen einbezogen werden. Er fragt außerdem, ob bereits genehmigte, aber noch nicht gebaute Windräder in frühere Bewertungen eingeflossen sind und ob diese Bewertungen angesichts weiterer Anlagen überprüft werden müssen.

Ein weiterer Punkt des Briefs ist die Frage, ob Windräder die Nutzung des Tieffluggebiets bereits heute einschränken - etwa bei Flugrouten oder bei Übungen unter schwierigen Sichtbedingungen. Vielhaber verlangt keine Veröffentlichung vertraulicher militärischer Daten. Er möchte aber erfahren, nach welchen grundsätzlichen Maßstäben die Bundeswehr die Situation beurteilt.

Der Petitionsausschuss des Bundestages soll dazu nach Vielhabers Wunsch eine Stellungnahme des Bundesverteidigungsministeriums und der zuständigen Bundeswehrstellen einholen. Die Genehmigungspraxis in Nordrhein-Westfalen hat er nach eigenen Angaben auch mit einer separaten Petition an den Landtag herangetragen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige