
Ganztagsbetreuung an Bestwiger Grundschulen
Die Gemeinde Bestwig bereitet sich auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule ab dem Schuljahr 2026/27 vor. Heute ist im Schulausschuss der Gemeinde Thema, wie die Betreuungsangebote an den Grundschulen in Velmede, Nuttlar und Ramsbeck weiterentwickelt werden können.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 12:15
Für viele Familien wird es immer wichtiger, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Gleichzeitig gilt ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise ein gesetzlicher Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Deswegen muss auch in Bestwig geprüft werden, ob die bisherigen Angebote ausreichen oder ob der Ausbau der OGS in Bestwig notwendig ist. Bisher gibt es unterschiedliche Modelle der Betreuung. An allen drei Grundschulen wird das Angebot „Acht bis Eins“ angeboten. Dabei werden Kinder nach dem Unterricht bis etwa 13 Uhr betreut. Das Angebot ist freiwillig und kostenpflichtig, umfasst aber weder ein Mittagessen noch eine Hausaufgabenbetreuung. Auch in den Ferien und an unterrichtsfreien Tagen findet keine Betreuung statt. An der Grundschule am Sengenberg in Nuttlar gibt es bereits das Angebot „Dreizehn Plus“. Ab dem kommenden Schuljahr soll dieses auch an der Wilhelmine-Lübke-Schule in Ramsbeck angeboten werden. Im Unterschied zu „Acht bis Eins“ gehören bei „Dreizehn Plus“ eine Hausaufgabenbetreuung und ein Mittagessen dazu. Eine Ferienbetreuung gibt es aber auch hier nicht.
Offene Ganztagsschule
Deutlich umfangreicher ist die Offene Ganztagsschule. Sie biete nicht nur eine Betreuung bis in den Nachmittag, sondern verbindet Unterricht und zusätzliche pädagogische Angebote. Dazu gehören Hausaufgabenbetreuung, Arbeitsgemeinschaften, Förderangebote sowie Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, so die Gemeinde. Außerdem erhalten die Kinder ein warmes Mittagessen. In der Regel läuft die Betreuung bis 16 Uhr. Anders als bei den anderen Betreuungsformen gibt es in der OGS auch ein Angebot in den Ferien. In der Gemeinde Bestwig besteht ein solches Angebot bislang nur an der Andreas-Schule in Velmede. Eine Einführung der OGS auch an den Grundschulen in Nuttlar und Ramsbeck hält die Gemeinde grundsätzlich für machbar. An beiden Standorten gibt es bereits Betreuungsangebote, geeignete Räume und die Möglichkeit für ein warmes Mittagessen. Nach aktuellem Stand wären deshalb voraussichtlich keine größeren baulichen Maßnahmen notwendig.
Sollte die OGS an weiteren Standorten eingeführt werden, wären dafür mehrere Entscheidungen notwendig. Neben Beschlüssen in den Schulkonferenzen und in den politischen Gremien müsste auch ein Träger gefunden und ein pädagogisches Konzept erarbeitet werden. Für den Ausbau der Ganztagsbetreuung stehen der Gemeinde Bestwig außerdem rund 325.000 Euro Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Dieses Geld darf allerdings ausschließlich für den Ausbau und die Sicherung von OGS-Plätzen verwendet werden. Möglich wären damit zum Beispiel Investitionen in Räume, Ausstattung oder bauliche Anpassungen. Das Geld kann nach aktueller Frist bis Ende 2029 eingesetzt werden.