
Ganztag und Inklusion bleiben große Themen im Sauerland
Der Hochsauerlandkreis hat die neue Ausgabe des „Faktencheck Bildung“ veröffentlicht. Der Bericht liefert Daten, Trends und Handlungsperspektiven für Politik, Verwaltung und Bildungseinrichtungen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.2026 14:00
Wie viele Schülerinnen und Schüler gehen im Hochsauerlandkreis zur Schule? Wie steht es um Lehrerzahlen, Inklusionsangebote und Ganztagsbetreuung? Antworten darauf liefert der aktuelle „Faktencheck Bildung“, den Landrat Thomas Grosche jetzt vorgestellt hat. Grosche betonte dabei, dass Bildung eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben im Hochsauerlandkreis bleibe. Der Faktencheck mache deutlich, vor welchen Herausforderungen die Region in den kommenden Jahren stehe. Gleichzeitig verfüge der Kreis über ein starkes Netzwerk engagierter Akteure, die gemeinsam an guten Bildungs- und Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche arbeiten.
Leistungsfähige Bildungsinfrastruktur im HSK
Trotz demografischer Veränderungen bleibt die Bildungslandschaft im Hochsauerlandkreis breit aufgestellt. Im Schuljahr 2024/2025 werden an insgesamt 106 Schulen rund 36.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Dazu zählen 51 Grundschulen, 30 weiterführende Schulen, 12 Förderschulen und neun Berufskollegs.
Ganztagsbetreuung wird zur großen Aufgabe
Besonders an den Grundschulen sind die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren gestiegen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Angeboten im Offenen Ganztag. Inzwischen nutzen mehr als 3.100 Kinder entsprechende Betreuungsangebote.
Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 kommen auf die Schulträger allerdings große Aufgaben zu. Als zentrale Herausforderungen nennt der Bericht vor allem den Fachkräftemangel und den Bedarf an zusätzlichen Räumen.
Inklusion, Integration und Medienbildung im Fokus
Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf der Arbeit des Regionalen Bildungsnetzwerks Hochsauerlandkreis. Dabei geht es unter anderem um Qualitätsentwicklung im Offenen Ganztag, Demokratiebildung, berufliche Orientierung, Inklusion, Integration und die Vermittlung von Medienkompetenz.
Bernd Nückel, Leiter des Regionalen Bildungsnetzwerks, betont, wie wichtig es sei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Herausforderungen gemeinsam zu besprechen und daraus konkrete Handlungsansätze abzuleiten.
Der vollständige „Faktencheck Bildung 2026“ ist ab sofort digital auf der Internetseite des Regionalen Bildungsnetzwerks abrufbar.