
Die Energiewende läuft auch im Sauerland und nimmt Fahrt auf. Im Bestwiger Rat geht es heute um einen geplanten Solarpark in Halbeswig. Die Greenovative GmbH aus Oldenburg möchte dort Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit einer Stromspeicheranlage bauen. Geplant ist das Vorhaben auf rund 27,6 Hektar entlang der K44. Der Rat soll heute über die mögliche Einleitung der Bauleitplanung entscheiden.
Flächennutzungsplan muss u.a. geändert werden
Für das Projekt wäre die u.a. die Änderung des Flächennutzungsplans nötig. Auf der Fläche sollen auch sieben Windkraftanlagen und der Neubau eines Umspannwerkes realisiert werden. Aufgrund der geplante Flächengröße handelt es sich um ein raumbedeutsames Vorhaben, heißt es. Das Vorhaben stehe im Widerspruch zum aktuellen Regionalplan, so die Ratsvorlage. Es sei somit eine Änderung des Regionalplanes erforderlich. Derzeit werde seitens der Bezirksregierung Arnsberg die 22. Änderung des Regionalplanes vorbereitet/durchgeführt. Im Rahmen des formellen Beteiligungsverfahrens könnte die Gemeinde Bestwig eine Stellungnahme abgeben, wonach für die geplante Fläche in Halbeswig eine Festsetzung als Solarenergiebereich erfolgen soll.
Das geplante Projekt wurde seitens der Greenovative GmbH anhand einer Power-Point-Präsentation in der öffentlichen Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses am 05. März vorgestellt. Dem Projektplaner wurde in dieser Sitzung zugesagt, dass eine politische Beratung und Beschlussfassung in der Ratssitzung heute im Hinblick auf die 22. Regionalplanänderung erfolgen solle, heißt es.
Mehrere Optionen
Der Rat der Gemeinde Bestwig hat heute aber mehrere Optionen. Er kann den Plänen grundsätzlich zustimmen, mit dem Ziel einer Änderung des Flächennutzungsplanes sowie der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit der Zweckbestimmung Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Stromspeicheranlage. Anstatt Flächen für die Landwirtschaft und Flächen für die Forstwirtschaft sollte dann eine „Sonderbaufläche Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Stromspeicheranlage“ dargestellt werden. Es kann heute aber auch darauf hinauslaufen, dass das Projekt in der Größenordnung nicht vom Rat befürwortet wird oder ganz abgelehnt wird.