
Löschwasser über rund 250 Meter Schlauch transportieren, eine Ausbreitung des Feuers verhindern und die Lage per Drohne überblicken: Das hat die Feuerwehr Arnsberg am vergangenen Wochenende in einem Waldgebiet zwischen Herdringen und Sundern-Hövel geübt. Beteiligt waren die Einheiten aus Herdringen, Hüsten und Müschede. Außerdem die Drohnenstaffel, der Wechsellader der Hauptwache Arnsberg und die Stadtwerke Arnsberg.
Wasser musste in den Wald transportiert werden
Damit der Ablauf einem echten Einsatz möglichst nahekam, sind die Einheiten per Funk von ihren jeweiligen Standorten alarmiert worden, berichtet ein Sprecher der Arnsberger Feuerwehr. Sie trafen zeitversetzt am Übungsort ein und bekamen dort ihre Aufgaben zugewiesen.
Die ersten Kräfte aus Herdringen kümmerten sich um die markierte Brandfläche. Gleichzeitig bauten weitere Einsatzkräfte nahe der Landstraße L554 einen faltbaren Wasserbehälter auf. Ein Spülwagen der Stadtwerke Arnsberg konnte ihn mit bis zu 12.000 Litern Wasser versorgen. Von dort wurde das Löschwasser über eine knapp 250 Meter lange Schlauchleitung zu den Kräften im Wald gepumpt.
Die nachrückenden Einheiten aus Hüsten und Müschede übten oberhalb des Herdringer Steinbruchs eine sogenannte Riegelstellung. Dabei wird ein Bereich vorsorglich nass gehalten, damit sich ein Feuer möglichst nicht dorthin ausbreitet. Zum Einsatz kamen neue Regner, die ähnlich wie Rasensprenger arbeiten. Das Wasser lieferte ein Fahrzeug der Arnsberger Hauptwache mit einem Behälter für weitere 12.000 Liter.
Auch die Suche nach versteckten Glutnestern gehörte zur Übung. Einsatzkräfte lockerten dafür abgegrenzte Bodenflächen mit speziellen Äxten auf und löschten sie mit Wasser aus Löschrucksäcken ab. Solche Glutnester können unter der obersten Erdschicht liegen.
Drohne lieferte Bilder an die Einsatzleitung
Während der gesamten Übung unterstützte die Drohnenstaffel die Kräfte am Boden. Ihre Bilder wurden live an mobile Geräte übertragen. So konnten sich die Verantwortlichen in den einzelnen Einsatzabschnitten einen Überblick verschaffen, ohne ihren Standort zu verlassen. Mithilfe der Drohne wurden auch die betroffenen Übungsflächen vermessen.
Nach knapp zwei Stunden besprachen die Beteiligten den Ablauf. Die Feuerwehr zog ein positives Fazit, will einzelne Schritte aber weiter verbessern. Die Übung sollte zeigen, wie Wassertransport, Brandbekämpfung und Lageerkundung bei einem Waldbrand zusammenspielen.
