
263 gestohlene Fahrräder registrierte die Polizei im Hochsauerlandkreis im Jahr 2025, das waren gut 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2024: 226), wie aus der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Einen Trend zu mehr Diebstählen sieht die Polizei aber nicht: 2022 etwa wurden sogar über 300 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Generell seien Fahrraddiebstähle im Hochsauerlandkreis kein allzu großes Problem, so ein Polizeisprecher. Allerdings komme es immer wieder zu Taten, auch weil viele Touristen mit dem Fahrrad in der Region unterwegs seien.
Hochwertige Räder öfter im Visier von Dieben
Hinzu komme, dass Fahrrädern mittlerweile deutlich wertvoller sein als früher und deswegen tendenziell öfter als Diebesgut in Frage kämen. Wer mit dem Fahrrad unterwegs sei, müsse dieses entsprechend gut sichern. Dass einige Diebe professionell vorgehen, habe etwa der Fall einer Bande gezeigt, die 2023 vor allem im Arnsberger Raum mehrere E-Bikes im Wert von rund 320.000 Euro gestohlen haben sollen. Nachdem diese Bande geschnappt worden sei, hätte sich die Zahlen etwas rückläufig entwickelt, so die Polizei.
Weniger Diebstähle in NRW
NRW-weit hatte sich zuletzt ein erfreulicher Trend gezeigt: Die Zahl der Fahrraddiebstähle hat sich hier in den vergangenen 20 Jahren fast halbiert. Wurden im Jahr 2006 in NRW noch 100.290 Fahrräder gestohlen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 53.380 Drahtesel. Das entspricht einem Rückgang um 47 Prozent, heißt es vom Innenministerium.
«Dass weniger Fahrräder geklaut werden, ist kein Zufall. Immer mehr Menschen sichern ihre Fahrräder viel besser als früher», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).
Im Gegensatz zu den Wohnungseinbrüchen, die sich im Winter häufen, werden Fahrräder vermehrt in den Sommermonaten gestohlen. Es sei wichtig, die Räder mit massiven Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlössern zu sichern und an fest verankerten Gegenständen anzuschließen - oder in gesicherten Räumen abzustellen.