
Heute ist der Europäische Tag des Notrufs 112. Der Tag ist eingeführt worden, um die einheitliche Notrufnummer 112 in der EU bekannter zu machen und deren Bedeutung für die Lebensrettung zu unterstreichen. Im Hochsauerlandkreis gehen die Notrufe bei der Leitstelle für Brandschutz, Hilfeleistung, Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Meschede-Enste ein.
Den Notruf 112 sollten die Sauerländer immer dann wählen, wenn sie ein Schadenfeuer entdecken, einen Verkehrsunfall beobachten oder jemand plötzlich über Symptome z.B. eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls klagt. Aber auch immer dann, wenn man sich bei medizinischen Problemen unsicher ist, den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst nicht erreicht, sollten die Bürgerinnen und Bürger lieber einmal mehr die 112 wählen, statt einmal zu wenig, heißt es vom Hochsauerlandkreis. Die Disponenten in der Leitstelle sind entsprechend geschult schnell echte Notfälle von anderen Krankheiten zu unterscheiden, die passende Hilfe zu schicken oder auch nur beratend zur Seite zu stehen.
2025 hat die Leitstelle des Hochsauerlandkreises 28.780 Notfallrettungseinsätze, 6.066 Krankentransporteinsätze, 1.372 Brandeinsätze und 1.882 Technische Hilfeleistungen koordiniert.
Missbräuchliche Notrufe sind zurückgegangen
Aufgrund der technischen Möglichkeiten der Anrufrückverfolgung ist der missbräuchliche Anruf bei der 112 gegenüber früher stark zurück gegangen. "Dumme Jungenstreiche" können bei Verdacht auf einen Notrufmissbrauch meist noch im Gespräch schnell aufgedeckt werden, wenn man dem Anrufer z.B. seinen eigenen Standort mitteilt. Dann ist dieser meist derart verdutzt, dass er sich für sein Verhalten sofort entschuldigt und versichert, dies nie wieder zu machen. In wenigen Fällen missbräuchlicher Anrufe fährt der Rettungsdienst die Einsatzstellen aber tatsächlich an und treffen dann vor Ort niemanden an. In solchen Fällen werden alle Register gezogen den Verursacher ausfindig zu machen. Die Quote ist dabei sehr gut. Neben einem Strafverfahren setzt der Hochsauerlandkreis alle entstanden Kosten für Feuerwehr und Rettungsdienst in Rechnung. Da kommen neben der Strafverfolgung schnell mal einige tausend Euro zusammen.