
Die Kampagne „Kindesmissbrauch kommt nicht in die Tüte“ hat im Hochsauerlandkreis große Wirkung entfaltet. Bei der offiziellen Übergabe der Spendenschecks in den Räumen der Kreishandwerkerschaft würdigte Hauptgeschäftsführer Ingomar Schennen das Engagement aller Beteiligten und hob hervor, wie stark die Aktion in den vergangenen Monaten unterstützt wurde. Getragen wurde die Initiative von den Innungsbäckereien im Hochsauerlandkreis sowie den Lions Clubs aus Meschede, Arnsberg‑Sundern, Brilon‑Marsberg, Olsberg, Marsberg, Sorpesee, Neheim‑Hüsten, Schmallenberg und Winterberg. Gemeinsam mit dem Kreisjugendamt setzten sie die besondere Brötchentüten‑Aktion um. Dank dieser gemeinsamen Anstrengung kamen insgesamt 10.500 Euro zusammen. Diese Summe wird zu gleichen Teilen an drei Einrichtungen weitergegeben: dem Verein „Frauen helfen Frauen“ in Arnsberg, dem „Sozialdienst katholischer Frauen“ und dem „Jugendamt des Hochsauerlandkreises“.
Joachim Richter, Initiator der Aktion und Activity-Beauftragter des Lions Club Brilon-Marsberg bekräftigte die Bedeutung des Projekts. Er erklärte, dass aus einer anfänglichen Idee eine Aktion entstanden sei, die weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erzeugt habe und das öffentliche Bewusstsein spürbar schärfe. Gerade in einer Zeit voller Unsicherheiten sei es notwendig, sich freiwillig einzusetzen und Gutes zu bewirken.
Alle an der Aktion Beteiligten wollten mit der Aktion nicht nur Spenden sammeln, sondern auch eine klare Botschaft gegen sexualisierte Gewalt und Missbrauch senden. Rund 200.000 Brötchentüten hätten als sichtbares Zeichen gegen Wegschauen und Schweigen gedient.