
Das Fazit der Ortsschützenfeste fällt bei allen Kreisschützenbünden im HSK grundsätzlich positiv aus. Trotz einiger Hitzewochenenden konnten wir vom schönen Wetter profitieren, heißt es vom Kreisschützenbund Meschede. Wenn die Temperaturen dann mal zu hoch waren, gab es Marscherleichterung bei den Festzügen. "Zum Beispiel durften bei einigen Festen die Jackets ausgezogen werden", so Jürgen Dessel, Kreisgeschäftsführer des Briloner Kreisschützenbundes. Teilweise wurden dort auch Umzüge verkürzt, um sowohl Schützenbrüder als auch Musikgruppen zu entlasten. Die hohen Temperaturen haben bei vielen Sauerländer Ortsschützenfesten zu einem erhöhten Wasserkonsum geführt. „Statt des Biers gabs für viele Besucher öfters mal ein Wasser, um sich abzukühlen", so Thomas Reiß, Kreisoberst des Arnsberger Kreisschützenbundes. Die hohen Temperaturen an manchen Festen haben aber nicht zu Absagen von Ortsschützenfesten geführt, bestätigen die Kreisschützenbünde.
Bierpreise auf Sauerländer Festen
Die Bierpreise auf den Schützenfesten sind auch in diesem Jahr weitestgehend stabil geblieben. Trotz hoher Energie- und Personalkosten ist es vielen Bruderschaften gelungen, die Preise zu erhalten oder wenn nur geringfügig zu erhöhen. "Wir liegen immer noch im Bereich zwischen 1,70 und 2 Euro für das 0,2 Glas", bestätigt Dessel. Ähnlich sieht es auch im Gebiet des Kreisschützenbundes Arnsberg aus. Die Preise sind ebenfalls stabil, so Thomas Reiß. "Selbst wenn das Bier minimal teurer wird, muss man auch bedenken, dass steigende Personal- und Energiekosten und weiteres aufs Bier umgelagert werden", so der Arnsberger Kreisoberst.
Blick auf die Kreisschützenfeste
In knapp drei Wochen steht bei uns im Sauerland das erste von drei Kreisschützenfesten an. Das Mescheder Kreisschützenfest wird von der St. Georgs-Schützenbruderschaft Meschede ausgerichtet und läuft von Samstag bis Sonntag. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Die Vorfreude ist groß, so Frank Schröder, Kreisoberst des Mescheder Kreisschützenbundes. Anpassungen am Sicherheitskonzept seien erstmal keine geplant. "Stand jetzt kann der Umzug wie geplant stattfinden, vom Freibad bis in die Schützenhalle", so Schröder.
Am folgenden Wochenende wird in Marsberg-Leitmar gefeiert. Ausrichter des Briloner Kreisschützenfestes ist die Schützenbruderschaft St. Sturmius Leitmar. "Wir sind zuversichtlich, dass alles so läuft wie ursprünglich angedacht. Sicherheitskonzept und Ablauf sind eng mit Polizei und der Stadt Marsberg abgestimmt", so Jürgen Dessel.
Zu guter Letzt gibt es vom 18. September bis zum 20. September eine große Party im Märkischen Kreis. Der Arnsberger Kreisschützenbund veranstaltet in Neuenrade das Kreisschützenfest. "Dabei wagen wir ein Novum. Jungschützenschießen, Königsschießen und Festzug werden von drei unterschiedlichen Bruderschaften ausgerichtet“, so Reiß. Konkret sind das die Neuenrader Schützengesellschaft und die Schützenbruderschaften Affeln und Küntrop. Hier erfahrt ihr mehr über das genaue Programm.
Blick in die Zukunft
Einige Sauerländer Schützenvereine haben in den letzten Jahren ihre Schützenfeste angepasst. Das gilt zum Beispiel auch für die Schützenbruderschaft St. Pankratius 1920 Reiste e. V. Dort gab es in diesem Jahr zum ersten Mal ein spezielles Bändchen, womit Besucher so viel Bier, Wein, Aperol und alkoholfreie Getränke trinken konnten wie sie wollten. Das System soll die Personalkosten an der Theke um fast 20 Prozent senken, hieß es bereits im Vorfeld. Diese Entwicklung hin zu Verzehrbändchen oder sogenannten "Freibier"-Festen wird auch bei anderen Kreisschützenbünden beobachtet. "Das geht oft von den Festwirten aus, um fehlendes Thekenpersonal zu sparen oder die Personalkosten zu senken", so Kreisoberst Thomas Reiß. Er hebt dabei auch das Schützenfest in Warstein-Allagen hervor, die dieses Konzept bereits seit drei Jahren in ihrem Fest integriert haben.
Viele Sauerländer Schützenbruderschaften haben in den letzten Jahren den Ablauf ihrer Feste angepasst. Statt klassisch von Samstag bis Montag zu feiern, finden immer mehr Ortsschützenfeste von Freitag bis Sonntag statt. Teilweise werden die Feste auch auf zwei Tage verkürzt, wie zum Beispiel in Winterberg-Altastenberg. Das soll vor allem helfen, Personal und Musikzüge leichter zu bekommen. "Vor allem für kleinere Schützenfeste kann es schwierig werden, am Montag einen passenden Musikzug zu finden. Bei größeren Umzügen sehen wir dieses Problem eher nicht", so Frank Schröder, Oberst des Mescheder Kreisschützenbundes