
Die Stadt Olsberg will ihren Einzelhandel stärken. Dafür entsteht ein neues Konzept. Projektleiterin Monika Kollmar und Laura Kropff von der GMA Köln haben im Hauptausschuss Olsberg den Zwischenstand vorgestellt. Das alte Konzept stammt aus 2006 und ist veraltet. Das neue Konzept soll klären, wo große Geschäfte entstehen dürfen und welche Waren wo verkauft werden. Ziel: Die Versorgung vor Ort sichern und Olsberg als Einkaufsstandort stärken. Die GMA hat Angebot und Nachfrage geprüft und Empfehlungen erarbeitet. Zwei zentrale Versorgungsbereiche bleiben: Olsberg und Bigge. Große Händler ab 800 Quadratmeter Verkaufsfläche dürfen nur dort eröffnen. Kleinere Geschäfte sind nicht betroffen. Für bestimmte Sortimente wie Lebensmittel oder Kleidung gilt Bestandsschutz. Möbel- und Baumärkte dürfen auch außerhalb der Zentren wachsen. Die Verkaufsfläche ist leicht gestiegen, vor allem bei Lebensmitteln. Nächster Schritt: Einzelhändler werden informiert, dann entscheidet der Stadtrat Olsberg über den Abschlussbericht.
Olsberg und Bigge bleiben zentrale Versorgungbereiche
Die GMA schlägt vor, dass es auch künftig im Kernort zwei zentrale Versorgungsbereich geben soll: In Olsberg erstreckt sich der Versorgungsbereich entlang von Ruhr-, Bahnhof- und Carlsauestraße. Neu hinzu kommen soll eine Fläche westlich des Lidl-Marktes – dafür fallen der Bereich Untere Sachsenecke und der nördliche Teil der Bahnhofstraße ab Kirche weg.
Aus dem bisherigen zentralen Versorgungsbereich Bigge soll künftig der Versorgungsbereich Stadtzentrum werden – in einem Areal zwischen Hauptstraße, Stadionstraße, Ruhrufer bis zum Hit-Markt umfasst es die großen Verbrauchermärkte. Der mögliche zentrale Versorgungsbereich Stadtzentrum wächst gegenüber dem bisherigen zentralen Versorgungsbereich Bigge damit deutlich nach Westen – auf der anderen (östlichen) Seite würden Flächen zwischen Hit- und Rewe-Markt wegfallen.
Im Zentrum des von der GMA erarbeiteten Bereiches liegt auch das Hochsauerlandstadion – wobei Bürgermeister Patrick Potthoff klarstellt, dass es derzeit keinerlei Pläne für eine Aufgabe der Sportstätte gibt. Das Entwicklungskonzept zeige mögliche Perspektiven und muss auf die nächsten 20 Jahre betrachtet werden. Potthoff: „Wenn wir nicht handeln, machen es andere.“ Ohnehin sei eine Aufgabe des Stadions nur bei der Prüfung einer Kompensation durch eine andere Sportstätte denkbar.