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Eine Woche Tankrabatt: Ein Zwischenfazit
© Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Hohe Kosten für Sprit und den Öffentlichen Personennahverkehr belasten Sauerländer Pendler
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Eine Woche Tankrabatt: Ein Zwischenfazit

Der Tankrabatt kommt zwar im Sauerländer Portemonnaie an, reicht aber bei vielen nicht, um wirklich finanziell zu entlasten. Das hat eine Radio-Sauerland-Umfrage unter Sauerländern und bei Tankstellen ergeben.

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Die Stimmung an der Zapfsäule bleibt angespannt. Seit der Einführung des zweiten Tankrabattes vor genau einer Woche entfallen rund 17 Cent von den steuerlichen Abgaben beim Sprit. Das soll Autofahrer angesichts der in den letzten Monaten stark gestiegenen Preise von Super und Diesel entlasten. Laut einer aktuellen Auswertung des IFO-Instituts ist jetzt aber schon klar: Der Tankrabatt wird nicht vollständig an die Autofahrer weitergegeben. Je nach Kraftstoff fehlen bis zu zwei Cent im Durchschnitt. Vielen Tankstellenkunden geht der Tankrabatt so oder so noch nicht weit genug. "Bei vielen Kunden ist mittlerweile eine gewisse Gleichgültigkeit eingekehrt, da sich die Preise seit mehreren Monaten auf einem hohen Niveau bewegen. Tanken müssen die allermeisten eh", bestätigt Fabrizio Passarello, Inhaber der Tankstelle Im Ohl in Neheim. Der Tankrabatt wird bei seinen Kunden eher gemischt aufgenommen. " Einige freuen sich über den Rabatt, anderen Kunden geht das nicht weitgenug. Klassische Sonntagsfahrten zum Möhne- oder Phoenixsee leisten sich mittlerweile immer weniger Kunden", so Passarello. Ähnliche Stimmen kommen von der Grünen-Tankstelle aus Arnsberg-Niedereimer, der Raiffeisen-Tankstelle in Meschede und der Jet in Winterberg. Auch dort resignieren viele Kunden bei den anhaltend hohen Preisen. Trotzdem war die Vorfreude auf den Tankrabatt groß. "Der Ansturm bei den ersten zwei Tagen Tankrabatt war bei uns riesig. Man hatte das Gefühl, die Leute hamstern den Sprit", heißt es von der Winterberger Jet-Tankstelle. Auch bei der Raiffeisen-Tankstelle zeigte sich teilweise eine gewisse Erleichterung bei vielen Kunden, heißt es.

Bei einer Radio-Sauerland-Befragung haben viele Sauerländer angegeben, kaum etwas von dem Tankrabatt zu merken. Viele fordern einen Preisdeckel für Sprit, um Autofahren wieder bezahlbar zu machen. Der soll laut Bundesregierung auch kommen. Nur wann der Preisdeckel offiziell gilt und auf was für einen Betrag pro Liter gedeckelt werden soll, ist noch nicht klar. Als spätestes Einführungsdatum wird der 1. Januar 2027 genannt. Als Vorbilder für entsprechende Regelungen werden Luxemburg und Belgien angeführt.

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Ton der Kunden

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Als die Spritpreise im Sauerland zum ersten Mal aufgrund des Iran-Krieges angestiegen sind, haben einige Kunden ihren Frust am Tankstellenpersonal ausgelassen. Wir berichteten. Mittlerweile hat sich aber bei vielen Tankstellen die Lage entspannt. " Der Ton ist nicht mehr so rau. Wenn sich Kunden über die hohen Preise beschweren, machen sie das meist normal und wir können ihren Unmut oft nachvollziehen", so Passarello. Bei der Raiffeisen-Tankstelle in Meschede ist die Stimmung weiter etwas angespannt, die Mitarbeiter der Tankstelle kriegen das aber nicht wirklich ab. Anders sieht es bei der Jet in Winterberg aus. Dort lassen die Kunden teilweise weiter ihren Frust über die hohen Spritpreise am Kassenpersonal aus, Beleidigungen bleiben aber bisher aus, heißt es.

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12-Uhr-Regelung belastet Tankstellen

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Seit einem halben Jahr gilt die 12-Uhr-Regelung mittlerweile an deutschen Tankstellen. Die Spritpreise dürfen nur einmal am Tag angehoben werden, runter darf natürlich immer gegangen werden. Die Regelung ist bei vielen umstritten, bei den Tankstellenbesitzern sorgt die neue Regel für Umsatzeinbußen. Nach 12 Uhr herrscht nämlich an vielen Zapfsäulen gähnende Leere. "Für uns Tankstellen bedeutet das große wirtschaftliche Probleme. Wir haben zwischen 12:00 und 16:00 Uhr so gut wie keinen Umsatz. Dann müssen wir natürlich schauen, wo wir einsparen können. Wir müssen schließlich auch Mitarbeiter bezahlen", so Fabrizio Passarello, Tankstellen-Inhaber aus Neheim. Je nach Tankstelle fallen die Umsatzeinbußen unterschiedlich groß aus. Die Grüne-Tankstelle in Arnsberg-Niedereimer hat aufgrund der Lage im Industriegebiet weiter viele Kunden in der Mittagszeit. "Viele Angestellte kommen in der Mittagspause zu uns und holen sich einen Kaffee oder ein Brötchen", heißt es von der Tankstelle. In Winterberg profitiert die Jet vor allem von den Touristen aus den Niederlanden. Die tanken oft auch kurz nach 12 Uhr und sorgen dafür, dass weiter Betrieb ist, so ein Mitarbeiter.

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