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Ladesäule für E-Auto
© Lena Reichmann/FUNKE Foto Services
Ladesäule für E-Auto
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E-Autos im Sauerland immer beliebter

Wer im Hochsauerlandkreis ein E-Auto kauft liegt im Trend. Das bestätigen aktuelle Zulassungszahlen und das E-Auto-Barometer des Versicherers HUK-Coburg.

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Die Anzahl der E-Autos auf Sauerländer Straßen ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Das belegen unter anderem die Zulassungszahlen des Hochsauerlandkreises. Aktuell sind 8.461 reine E-Autos bei uns gemeldet, bei den Hybridfahrzeugen sind es 16.420. Zum Vergleich: Zum Stichtag 31.12.2025 sind es noch 6.798 reine E-Autos und 14.685 Hybridfahrzeuge gewesen. Den Trend hin zum E-Auto ist auch im HUK-E-Auto-Barometer klar zu erkennen. Im Zeitraum zwischen Juli 2025 und Juni 2026 sind 15,1 Prozent der Sauerländer beim Neuwagenkauf vom Verbrenner auf ein reines E-Auto umgestiegen. Im Vergleich zum Zeitraum 24/25 hat sich somit der prozentuale Anteil bei den Neuwagenkäufen im HSK mehr als verdoppelt (24/25:7,1 %). Im Hochsauerlandkreis ist die Anzahl der zugelassenen Elektroautos im Jahr 2026 bisher stärker gestiegen als noch in den Jahren zuvor, trotzdem ist der Anteil der reinen Elektroautos an der Gesamtzahl der Autos im HSK immer noch gering. Er lag Ende 2025 bei 3,9 %. Insgesamt waren bei uns Ende vergangenen Jahres 173.656 Autos zugelassen.

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E-Auto-Förderung

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Wer sich 2026 ein Elektroauto kauft, bekommt Förderung vom Bund. Wie viel, hängt auch von der familiären Situation ab. Familien mit Kindern bekommen für ihr neues Elektro-Auto mehr Fördergelder. Auch Menschen mit niedrigerem Einkommen. Die Fördergrenze liegt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von 80.000 Euro. Das entspreche ungefähr einem monatlichen Nettoeinkommen von 4.800 Euro bei Ledigen und 5.400 Euro bei Paaren, so das Bundesumweltministerium. Die maximale Fördergrenze liegt bei 90.000 Euro Haushaltseinkommen, falls zwei Kinder vorhanden sind, durch die sich die Grenze um jeweils 5.000 Euro nach oben verschiebt. Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro. Wer Geld bekommen will, muss sein Fahrzeug ab Kauf mindestens drei Jahre behalten.

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Plug-in-Hybride erhalten weniger Förderung

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Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Damit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den Prüfstand, angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.

Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar neu zugelassen hat, kann die Förderung beantragen. Das gilt sowohl für den Kauf als auch das Leasing. Beantragen kann man die neue Förderung voraussichtlich aber erst ab Mai, wenn das entsprechende Internet-Portal an den Start gehen soll.

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Günstigere E-Autos werden häufiger gekauft

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Das Bundesumweltministerium hat vor wenigen Tagen eine erste Bilanz der E-Auto-Förderung gezogen. "Die in Presseberichten besonders hervorgehobenen hochpreisigen Fahrzeuge stellen vielmehr eine sehr kleine Randerscheinung dar. Fahrzeuge mit einem sechsstelligen Grundpreis bewegen sich bei den bisherigen Bewilligungen ganz klar im Promillebereich. Das Gesamtbild ist ein deutlich anderes: Ein Abgleich der veröffentlichten Fahrzeugliste mit öffentlich verfügbaren Listen- und Grundpreisen zeigt, dass weit über 80 Prozent der Bewilligungen Fahrzeugen mit einem Referenzpreis von weniger als 50.000 Euro zugeordnet werden können", so das Bundesumweltministerium in einem schriftlichen Statement. Insgesamt drei Milliarden Euro sind für die Kaufprämie vorgesehen, was laut Ministerium für etwa 800.000 geförderte Fahrzeuge bis 2029 ausreichen soll.

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E-Auto-Prämie in der Kritik

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Zum Stichtag 1. August 2026 waren 26.875 Förderanträge bewilligt und 117 Millionen Euro ausgezahlt. 92 Prozent der bewilligten Anträge entfielen auf reine Elektroautos, acht Prozent auf Plug-in-Hybride. Es gibt allerdings auch Kritik an der Förderung seitens der CSU. Die will die E-Autoförderung zugunsten deutscher Hersteller anpassen. Die Förderung müsse so ausgerichtet werden, dass die Wertschöpfung größtenteils in Europa stattfinde, so CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann im Internetportal Politico. Er beklagt, dass von der E-Auto-Prämie vor allem außereuropäische Hersteller profitierten. Eine Auswertung der „Automobilwoche“ betrachtet zusätzlich die Produktionsländer. Demnach kommt nicht mal jedes dritte geförderte E-Auto aus Deutschland.

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